10 praktische Tipps für Island-Urlauber

Tankstelle im Naturschutzgebiet

Tankstelle im Naturschutzgebiet

Island gehört zu den fasziniertesten Reisezielen in Europa. Die Uhren im Land nahe des Nordpols ticken allerdings im wahrsten Sinne des Wortes anders als auf dem europäischen Festland. Deshalb hier zehn praktische Tipps für den Island-Urlaub.

1. Zeitverschiebung

In Island gibt es keine Sommerzeit. Das bedeutet: Im Sommer muss die Uhr zwei Stunden, im Winter eine Stunde zurückgestellt werden. Wenn es bei uns 10 Uhr ist, dann ist es in Island 8 (Sommer) bzw. 9 Uhr (Winter).

2. Tanken

Trotz der dünnen Besiedlung der Insel gibt es fast überall Tankstellen. Häufig allerdings nur Automatik-Säulen ohne angeschlossenen Shop (siehe Bild oben). Bezahlt wird der Sprit direkt an der Säule mit der Kreditkarte. Karte einschieben, gewünschten Betrag, also beispielsweise 5.000 isländische Kronen eintippen und tanken. Fast jedenfalls. Sie kommen nicht weiter, wenn Sie keine PIN-Nummer zu Ihrer Kreditkarte haben oder die, weil in Deutschland nicht erforderlich, vergessen haben. Also dringend Kreditkarte mit PIN-Nummer mitnehmen.

WOW Air - Flugzeug in Düsseldorf

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3. Anreise

Der isländische Flughafen Keflavik (circa 50 Kilometer von Reykjavik entfernt) wird von zahlreichen deutschen Flughäfen angeflogen. Unter anderem von Berlin, Düsseldorf, Köln-Bonn, Frankfurt, München, Hamburg und Stuttgart. Allerdings häufig nur in der Sommersaison. Neben den bekannten Airlines Lufthansa, Germanwings und der staatlichen isländischen Icelandair fliegt neuerdings auch WOW Air, eine isländische Billigfluggesellschaft, die teilweise Flüge ab 49 Euro anbietet.

4. Bargeld und Geld abheben

Viele Reisende fragen sich, ob sie in der Heimat oder am Urlaubsort Geld tauschen sollen. Vergessen Sie es! In Island funktioniert alles bargeldlos. Sogar am Parkautomaten schieben Isländer ihre Kreditkarte in den Automaten. Ob fürs Bier in der Kneipe oder das kleine Souvenir für nichts benötigen Urlauber Bargeld. Wem das nicht geheuer ist, der kann an den Automaten auch mit der deutschen EC-Karte Geld abheben.

Innerorts gilt Tempo 50

Innerorts gilt Tempo 50

5. Verkehrsregeln

In Island gilt in Städten Tempo 50, außerhalb 80 und auf den Landstraßen ein Tempolimit von 90 km/h. Netterweise warnen aber Schilder vor Starenkästen. Wer die Augen aufhält, tappt nicht in eine Radarfalle. Außerhalb der Städte hält sich ohnehin niemand ans Tempolimit. Der Isländer fährt mindestens 100, gern auch 110 km/h. Für Deutsche etwas ungewohnt: Zweispurige Kreisverkehre. Wer geradeaus will, fährt in der Regel auf der Überholspur quer durch den Kreisel.

6. Trinkgeld

In Island ist Trinkgeld unüblich. Schon weil Sie im Restaurant oder Bistro ohnehin mit der Kreditkarte bezahlen. Häufig müssen Sie an den Tresen gehen, dort ihre Tischnummer nennen und dann an der Kasse an der Theke ihre Rechnung bezahlen.

7. Eintritt frei bei Sehenswürdigkeiten

Sehr angenehm: Bei den meisten Sehenswürdigkeiten zahlen Sie keinen Eintritt. Weder bei den Eisbergen noch bei den vielen spektakulären Wasserfällen. Das hat einen weiteren Vorteil: Sie sind nicht an Öffnungszeiten gebunden. Weil es im Sommer rund um die Uhr hell ist, können Sie (und da werden Sie nicht der einzige sein) auch um 22 Uhr beispielsweise einen Wasserfall besuchen. In Reykjavik bietet das Touristen-Center die „Welcome Card“ an. Sie gilt wahlweise 24, 48 oder 72 Stunden und beinhaltet neben freiem Eintritt in die Museen und den Zoo der Stadt auch eine kostenlose Benutzung der Busse.

8. Einreise

Island gehört zwar nicht zur EU, trotzdem wird sie niemand bei der Einreise kontrollieren. Sie müssen keinen Pass vorzeigen, Grenzkontrollen gibt es nicht. Ein Personalausweis reicht auch im Hotel, ein Reisepass ist nicht erforderlich.

9. Sprache

Wie in den meisten skandinavischen Regionen sprechen auch die Isländer perfekt englisch. Sie kommen an der kleinsten Dorf-Tankstelle mit Englisch zum Ziel.

10.  Zollfrei einkaufen

Ab einem Einkaufswert von circa 25 Euro können Sie sich für Ihre Einkäufe die Mehrwertsteuer von 15% wieder holen. Auf dem Kassenbon stehen bereits entsprechende Felder, die Sie einfach mit Namen und Personalausweis-Nummer ausfüllen. In der Regel machen Sie die Verkäufer bereits darauf aufmerksam. Mit diesen Bons marschieren Sie später am Flughafen zum Tax-Free-Schalter (nach der Sicherheitskontrolle im Wartebereich, nicht zu verfehlen). Dort bekommen Sie die 15% wieder ausgezahlt. Haben Sie Souvenirs, Pullover etc. für umgerechnet 100 Euro gekauft, erhalten Sie also 15 Euro zurückerstattet.

Text/Fotos/Nachbearbeitung  (c) Michael Westerhoff

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