Die Burg in Vilnius

Blick aus dem Glockenturm über Kathedrale auf die Burg

Zu den Top-Sehenswürdigkeiten in Vilnius gehört die Burg. Naja, jedenfalls das, was davon noch übrig ist.

Er trohnt unübersehbar über den Dächer von Vilnius. Der Gediminas Turm, benannt nach dem Großfürsten, der die Region im 14. Jahrhundert regiert. Gediminas errichtete auf dem Hügel im Zentrum der litauischen Hauptstadt eine Burg, um sich vor Angreifern zu schützen. Damals noch eine Holzburg.

Der Burgturm

Erst 100 Jahre später entstand an derselben Stelle eine Burg aus Steinen, an die der Turm erinnern soll. Erinnern deshalb, weil er kein Original ist. Er wurde erst in den 1930er-Jahren von einem polnischen Architekten nach historischem Vorbild errichtet.

Der Turm vom Platz der Kathedrale aus gesehen

Der Turm hat trotzdem eine sehr große Bedeutung für die Litauer. 1988 hissten hier Unabhängigkeitskämpfer die litauische Frage (die bis heute auf dem Turm weht). Ein wichtiges Symbol im Kampf gegen die ungeliebte Sowjetunion. Ein Jahr später sagte sich Litauen dann von der UdSSR los und ist seither unabhängig.

Vilnius und die Burg im Colorfulcities-Video:

Vilnius und die Burg im Video

Auf dem Weg nach oben atmen Sie also einen Hauch der Unabhängigkeitsgeschichte Litauen. Vom Platz an der Kathedrale führt ein Weg auf den Hügel. Den Turm können Sie besichtigen, im Inneren finden Sie Modelle der alten Burg, von oben haben Sie einen schönen Blick über Vilnius. Der unterschiedet sich allerdings nicht so sonderlich von dem neben dem Turm. Wer sich nicht für die Geschichte der Burg interessiert, kann sich den Eintritt also sparen.

Text/Fotos/Video (c) Michael Westerhoff

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