Die Petrikirche in Riga

Die Petrikirche mit Aussichtsplattform auf 72 Metern

Die Petrikirche ist die bedeutendste in der Stadt. Vom Turm haben Sie einen wunderbaren Blick über die Altstadt.

Für einen Deutschen ist das eher ungewöhnlich: Die Petrikirche kostet Eintritt. So ist das eben in Ländern ohne Kirchensteuer. Aber das Eintrittsgeld lohnt sich. Nicht nur wegen der Kirche, insbesondere wegen der Fahrt auf den 123 Meter hohen Kirchturm. Auf 72 Meter Höhe befindet sich die Plattform, von der Sie einen wunderbaren Blick über die Altstadt haben.

Die Petrikirche

Die Petrikirche ist nicht nur die wichtigste, sondern auch die höchste in Riga. Bereits um 1200 stand an diesem Platz ein Gotteshaus, die ältesten Teile der Petrikirche stammen von um 1490. Die Kirche selber… naja… wie das so in Riga ist. Die Altstadt wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, so handelt es sich auch bei der Kirche genauso wie beim Schwarzhäupterhaus um einen Wiederaufbau.

Wettbewerb um prächtigste Kirche

Riga-Besucher werden sich wundern, dass es neben dieser Kirche eine weitere große in der Altstadt gibt: Den Dom. Vor der Reformation gab es einen skurrilen Wettbewerb um die prächtigste Kirche der Stadt. Und indirekt um die Vorherrschaft. Der Dombau wurde vom Erzbischof betrieben, der der Petrikirche von den Hanse-Kaufleuten. Beide wollten mit den Bauten zeigen, wer das Sagen in der Stadt hat. Es müssen wohl die Kaufleute gewesen sein, schließlich ist ihre Petrikirche höher als der Dom.

Riga im Colorfulcities-Video:

Im 15. Jahrhundert war die Petrikirche übrigens noch sieben Meter höher. Der Turm krachte aber 1690 in sich zusammen, sodass ein neuer gebaut werden musste. Der wiederum brannte im Zweiten Weltkrieg nieder und wurde ab 1967 wieder aufgebaut. Pech hatten die Rigenser auch mit dem Hahn auf der Turmspitze. Im Moment thront dort Hahn Nummer Sieben. Die Hähne 1 – 5 wurden zwischen dem 15. Jahrhundert von Stürmen runtergeweht, Hahn 6 segnete das Zeitliche als der Turm im Zweiten Weltkrieg zusammenstürzte.

Bremer Stadtmusikanten in Riga

Neben der Besichtigung der Kirche und des Turms lohnt sich auch ein Gang auf die Rückseite der Kirche. Hier begegnen Sie vier alten Bekannten. Den Bremer Stadtmusikanten, die die Stadt Bremen Riga 1990 geschenkt hat. Bremen und Riga sind Partnerstädte, zudem wurde die lettische Hauptstadt vom Bremer Bischof gegründet.

Text/Fotos/Video (c) Michael Westerhoff

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