Venedigs Kultgetränk: Aperol Spritz

In Deutschland wie Italien beliebt: Der Aperol Spritz

Der Aperol Spritz gehört zu Venedig wie der Marktplatz. Das Kultgetränk aus der italienischen Lagunenstadt trägt einen deutschen Namen. Das hat einen Grund.

Einfacher geht es kaum: Man nehme 6 cl Prosecco oder Weißwein, 4 cl Aperol, etwas Mineralwasser, ein paar Eiswürfel – fertig ist der Spritz oder Sprizz mit Doppel-Z wie er häufig in Venedig heißt. Obendrauf noch eine Orangenscheibe, eine Gurke für Gin-Fans oder eine Olive wie in Venedig eher üblich. Schon haben wir einen leckeren Aperitif.

Ein Spritz am Kanal: Zur Not auch aus dem Plastikbecher

Ein Drink, der seit Jahren weltweit in der Top 10 der beliebtesten Cocktails steht. Dabei ist der schon über 150 Jahre alt und damit älter als die Firma Aperol aus dem italienischen Padua, die erst in den 1919 gegründet wurde. Alternativ kann er beispielsweise auch mit Campari oder anderen bitteren Likören getrunken werden.

Erfunden wurde das Getränk vermutlich in den 1860er-Jahren in der Gegend um Venedig. Deshalb trägt er auch einen deutsch klingenden Namen. „Spritz“ oder „Sprizz“ leitet sich vom österreichischen „Gespritzter“ (also ein Mixgetränk mit Mineralwasser, bei uns eher Schorle genannt) ab. Venedig gehörte damals zum Königreich Österreich-Ungarn. Deshalb der deutsche Name für ein typisch venezianisches Getränk.

Text/Foto (c) Michael Westerhoff (Foto 2: Monika Knüpp)

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