Verbote in Venedig

Markusplatz – essen, trinken und hinsetzen verboten

Venedig ist die Stadt der Verbote. Essen, trinken, sich mal kurz auf einer Treppe ausruhen – viele ganz alltägliche Dinge kosten ein Bußgeld.

950 Euro – eine saftige Strafe für einmal Kaffee kochen. Tatsächlich mussten zwei deutsche Touristen diese Summe zahlen, weil die beiden sich in der Nähe der Rialto-Brücke am Kanal einen Kaffee aufgesetzt haben. Das ist laut städtischer Verordnung verboten. Nicht das einzige irre Verbot in der Lagunenstadt.

Sitz- und Trink-Verbot

Die Füße tun vom Bummel durch Venedig weh? Sie wollen sich kurz mal ausruhen? Wenn es mir so geht, hocke ich mich gern auf eine Stufe, trinke einen Schluck und weiter gehts. In Venedig habe ich mir das mal gespart, denn sowohl Sitzen (kein Scherz) als auch essen und trinken (auch kein Scherz) ist an Plätzen wie dem Markusplatz verboten. Und nicht nur dort. Eigentlich gilt das für alle wichtigen Plätze und Gassen in der Altstadt. Strafe: 200 Euro. Angeblich ist das in ausgewiesenen Zonen erlaubt, nur habe ich keine einzige Zone entdeckt. Die Wirte freut es. Bei denen dürfen Sie natürlich sitzen und essen.

Teurer Bade-Spaß

Mal kurz im Kanal erfrischen, ist keine gute Idee. Wegen des Öls der Boote, aber auch wegen der drohenden Strafe. Baden, schwimmen und tauchen sind in ganz Venedig verboten. Wer erwischt wird, zahlt 450 Euro Strafe. Ein teurer Badespaß. Aber Sie müssten ohnehin in Kleidung ins Wasser springen. Das Tragen von Badekleidung oder das Bummeln mit nacktem Oberkörper ist in Venedig ebenfalls verboten (Strafe: 200 Euro)

Fahrrad fahren

Mit dem Rad durch Italien. Gute Idee. Nur bitte nicht in Venedig. In der gesamten Altstadt ist Rad fahren verboten. Am besten stellen Sie Ihr Rad am Bahnhof oder am Ortseingang ab, denn Sie dürfen es auch nicht durch die Gassen schieben. Auch wer schiebt, zahlt 100 Euro Strafe.

Tauben füttern

Noch ein Verbot, für das wahrscheinlich die meisten Verständnis haben. Taubenfüttern ist in ganz Venedig verboten. Wer es trotzdem tut und erwischt wird, zahlt zwischen 50 und 200 Euro Strafe. Ein Verbot, das übrigens Erfolge zeigt. Auf dem Markusplatz gibt es kaum noch Tauben.

Text/Foto (c) Michael Westerhoff

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