Andere Länder – andere Verkehrsschilder

Scheich-Verkehrsschild

Scheich-Verkehrsschild

Wer darf hier über die Straße gehen? Frauen in schicken Kleidern? Wohl kaum in der arabischen Welt, in der mancherorts Frauen nicht einmal Auto fahren dürfen. Nein, das Schild zeigt einen Scheich, aufgenommen habe ich das Bild vor einem Einkaufszentrum in Abu Dhabi. In dem gibt es nicht nur Luxus-Mode, sondern auch kleine Goldbarren aus Automaten wie bei uns Bargeld aus dem Automaten.

Scheich ist ein Super-Job. Ausländer dürfen in Abu Dhabi nur unter Beteiligung staatlicher Fonds und Einheimischer eine Firma gründen. Die Arbeitsteilung sieht somit folgendermaßen aus: Die Ausländer malochen in den Firmen, der beteiligte Scheich kommt um die Mittagszeit vorbei, setzt sich in eine gemütliche Ecke, schlürft ein Getränk und beschäftigt sich mit Nichtstun. Die Menschen in Abu Dhabi arbeiten in der Regel nicht, sie leben von dem, was die Ausländer erwirtschaften. Sie kommen zum Kassieren in die Firmen.

Ein Geschäftsmodell, das wunderbar funktioniert: Mit einem Durchschnittseinkommen von 63.000 Dollar gehört der geborene Abu Dhabi zu den reichsten Menschen der Welt (nur Luxemburger und Norweger verdienen im Jahr mehr). Abu Dhabi ist mit Abstand das reichste Emirat in den Vereinigten Arabischen Emiraten, hier lagern zehn Prozent der weltweiten Ölvorkommen. Insgesamt leben über acht Millionen Menschen in den Emiraten. 90% sind Ausländer. Die arbeiten auf dem Bau, in Investmentfirmen, Banken oder im Tourismus. Und erwirtschaften den Reichtum der herrschenden Klasse. Traumjob Scheich.

Die drei Herrscher von Abu Dhabi

Die drei Herrscher von Abu Dhabi

Text/Fotos/Nachbearbeitung (c) Michael Westerhoff

Ein Kommentar zu “Andere Länder – andere Verkehrsschilder

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