Australien: Linksverkehr – nicht nur auf Straßen

Am Bordstein weist eine Schrift darauf hin, dass der Verkehr von links kommt

In Sydney lässt sich leicht unterschieden, wer aus Australien kommt und wer nicht: Touristen laufen meistens auf der falschen Seite. Auf dem fünften Kontinent herrscht Linksverkehr. Auf den Straßen und auf den Bürgersteigen.

Und schon wieder bewegen sich die Scheibenwischer statt des Blinkers. Wer sich in ein Auto mit dem Steuer auf der linken Seite setzt, hat größten Probleme mit den Hebel am Lenkrad. Der für den Blinker ist auf der linken Seite des Steuers, der für die Scheibenwischer auf der rechten. die Anordnung ist also genau umgekehrt zu unserer. Das führt beim Fahren immer wieder zu Verwechslungen.

In 60 Ländern Linksverkehr

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern im Commonwealth, also dem ehemaligen britischen Königreich mit seinen Kolonien, hat Australien wie das Mutterland Großbritannien am Linksverkehr festgehalten. Insgesamt fahren Autos in immerhin 60 Ländern der Erde links, unter anderem auch in Irland, Südafrika und Japan. Andere wie Österreich, China oder  Argentinien haben bereits vor Jahrzehnten auf Rechtsverkehr umgestellt. Besonders verwirrend war die Situation früher in Kanada. Da hing es von Ort oder Provinz ab, auf welcher Straßenseite gefahren wurde.

Linksverkehr in Sydney

Linksverkehr in Sydney

Doch zurück zu Australien: In Sydney kommt es immer wieder zu Beinahe-Zusammenstößen zwischen Touristen und Australiern. Auf dem Bürgersteig. Denn auch Fußgänger gehen links, nicht wie bei uns rechts. Dasselbe gilt für Rolltreppen. Die bewegen sich für unsere Augen falsch. Die linke führt abwärts, die rechte nach oben (siehe Bild).

Woher der Linksverkehr kommt

Wo genau der Linksverkehr seinen Ursprung hat, ist unklar. Bekannt ist jedoch, dass bereits die alten Römer mit ihren Wagen links fuhren, auch im Mittelalter herrschte bei uns Linksverkehr. Eine Erklärung: Soldaten führten ihr Pferd mit links, damit sie mit rechts schneller zur Waffe greifen konnten.

Text/Fotos/Nachbearbeitung © Michael Westerhoff

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