Das Vasa-Museum in Stockholm

Modell der Vasa neben dem Originalschiff im Museum

Modell der Vasa neben dem Originalschiff im Museum

 

Museumsmuffel sollten genauso wie Museumsfreunde weiterlesen: Das Vasa-Museum gehört zu den spektakulärsten der Welt und hat viel mehr als ein untergegangenes Schiff zu bieten.

Wie haben Seeleute um 1600 auf Schiffen gelebt? Wie groß war ihre Kajüte? Was haben sie gegessen? Wie sah ihr Arbeitsalltag aus? Wie wurden vor 400 Jahren Schiffe gebaut? Fragen, die das Museum auf sehr anschauliche Art und Weise mit Fundstücken beantwortet. Natürlich geht es auch um die wichtigste Frage: Wie konnte das gigantische Schiff nur wenige Minuten nach dem Start der Jungfernfahrt sinken?

Das Schiff im Vasa-Museum

Das Schiff im Vasa-Museum

Kurz zum Hintergrund: Die Vasa sollte der ganze Stolz des damaligen schwedischen Königs Gustav II. Adolf sein. Lange Zeit wurde am Schiff geplant und gebaut. Bis der Herrscher Wind davon bekam, dass der Erzfeind Polen ein noch größeres Schiff bauen wollten. Da wollte der schwedische König mithalten und befahl, das Schiff größer als geplant zu bauen. Damit beginnt die Tragödie, die bis zu 50 Seeleute das Leben kostete.

Das Schiff erwies sich wegen der nachträglichen Veränderung der Planung als absolute Fehlkonstruktion. Das schwante den Verantwortlichen schnell, trotzdem ließen sie das Schiff 1628 zur Jungfernfahrt auslaufen. Ganz 1.300 Meter schaffte es das Boot, dann sank es. Über 300 Jahre lag es im Schlamm, bis in den 1950er-Jahren die Bergung des fast unversehrten Schiffes begann.

Besucher im Museum

Besucher im Museum

Das Besondere am Museum ist die Anschaulichkeit. Besucher können an Bildschirmen das Boot selber konstruiieren und lernen dabei, warum die Vasa (deutsch: Wasa mit W, schwedisch mit V) sinken musste. Allein die Größe dieses Holzschiffes ist einen Besuch wert. Es gibt Filme, kleine Ecken, in denen es um die Lebensbedingungen der Seeleute geht, Besucher können einen nachgebauten Aussichtsturm des Schiffes betreten.

Hier gibt es ganz viel Action und spannende Fundstücke. Auch die Geschichte der Bergung des Wracks wird nacherzähltl. Den Restauratoren können Besucher bei ihrer Arbeit auf die Finger sehen. Weil das Vasa-Museum so viele Informationen und Mitmach-Möglichkeiten bietet, könen Besucher hier problemlos Stunden verbringen. Nicht ohne Grund ist das Vasa-Museum das meistbesuchte Museum in Skandinavien.

Text/Video/Fotos/Nachbearbeitung (c) Michael Westerhoff

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