Der Florian, der nicht Florian heißt

Westfalenpark beim Juicy-Beats-Festival

Westfalenpark beim Juicy-Beats-Festival

Emscherspargel, Langer Lulatsch, Kumpel Anton – 1959 suchte Dortmund einen Namen für den neuen Fernsehturm. Bürger konnten ihre Vorschläge einsenden und machten davon kräftig Gebrauch. Der heutige Name „Florian“ stand allerdings nicht auf der Liste und eigentlich heißt der Fernsehturm auch gar nicht so.

Das Dreh-Restaurant auf 130 meter Höhe hießt „Florian Turm“, lange Zeit gabe es im Süden der Stadt auch ein Restaurant, von dessen Garten aus Besucher einen herrlichen Blick auf den Fernsehturm hatte. Also nannte sich die Gaststätte „Florianblick“. Und wenn Sie einen Dortmunder fragen, welchen Namen der ihr Turm trägt, dann wird auch er ihnen „Florian“ sagen. Stimmt aber gar nicht.

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Die Jurysitzung verlief 1959 ergebnislos. Emschersparger, Kumpel Anton und all die Vorschläge konnte die Männer und Frauen, die den offiziellen Namen festlegen sollten, nicht überzeugen. Also eröffnete sie die Bundesgartenschau 1959 im Dortmunder Westfalenpark einfach, ohne dem Turm in der Mitte des Geländes einen Namen zu geben. Dass sich „Florian“ trotzdem eingebürgert hat, liegt an einer Gruppe Studenten.

Dortmund

Die hatte ein Plakat für die Bundesgartenschau 1959 im neu geschaffenen Westfalenpark entworfen. Darauf zu sehen: Ein Bergmann mit einer Blume, der für die Pflanzenschau wirbt. Und weil der Schutzpatron der Gärtner Florian heißt, hat sich davon der Name des Turms im Gartenschau-Gelände abgeleitet. Eine Idee, die die Dortmunder Bevölkerung hatte, nicht die eingesetzte Jury. und vielleicht hatten die Dortmunder dabei noch etwas anderes im Hinterkopf. Florian ist nämlich nicht nur der Schutzpatron der Gärtner, sondern auch der Bierbrauer. Und zu einem Lecker-Pilsken hat der Dortmunder ohnehin nie nein sagen können.

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Text/Fotos/Nachbearbeitung (c) Michael Westerhoff

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