Die 10 furchtbarsten Orte der Welt

Blick über Phnom Penh

Blick über Phnom Penh

Normalerweise beschreibe ich hier im Blog schöne Sehenswürdigkeiten und Orte, die man unbedingt besuchen sollte. Für den 500. Blogartikel mache ich nun einmal eine Ausnahme. Hier sind die zehn schrecklichsten Orte, die ich in den vergangenen Jahren besuchen durfte.

Wer tatsächlich noch mehr über die Orte erfahren möchte, kann wie immer bei den Top-10-Listen auf weiterführende Links klicken.

Blick von Herritage Village auf Abu Dhabi Downtown

Blick von Herritage Village auf Abu Dhabi Downtown

10. Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate 

Dubai ist auch nicht wirklich schön, aber immerhin originell, weil es der erste Ort dieser Art am Golf war. Die Herrscher von Abu Dhabi sind nochmal eine Stufe reicher, sind aber später als Dubai auf die Idee gekommen, die Stadt umzubauen. Natürlich muss auch hier alles wie beispielsweise die Moschee größer sein als sonstwo auf der Welt. Trotzdem wirkt Abu Dhabi wie eine billige, noch seelenlosere Stadt als Dubai. Braucht man echt nicht.

 

Die Friendship in Salem

Die Friendship in Salem

9. Salem, Massachusetts, USA

Salem ist die selbst ernannte Hexen-Hauptstadt der USA. Dass sich hier aus einer realen und grausamen Hexenverbrennung ein touristischer Dauer-Halloween entwickelt hat, ist ja schon grenzwertig. Aber diese Gruselshow mit einem billigen Museum, ein paar Grabsteinen und zu vielen mit Spinnweben dekorierten Souvenirläden ist auch noch todlangweilig. Wenn schon touristischer Hexenkult, dann doch bitte etwas liebevoller. Immerhin: Das Segelschiff Friendship (siehe Bild) ist ganz hübsch, hat aber auch nichts mit dem Hexenkult zu tun.

 

Kneipenviertel in der Kleinen Ulrichstraße in Halle/Saale

Kneipenviertel in der Kleinen Ulrichstraße in Halle/Saale

8. Halle-Neustadt, Deutschland

In einem Blogeintrag habe ich die Innenstadt von Halle an der Saale lobend erwähnt. Die Ullrichstraße mit den vielen Kneipen ist wirklich hübsch. Nur auf dem Weg dahin sollte man (wenn man nicht gerade am Steuer sitzt) die Augen schließen. Die Plattenbauten in Halle-Neustadt sind DDR-Grauen pur. Daran ändert auch nichts, dass sie inzwischen bunt angepinselt wurden.

 

Klein-Ballermann in Siem Reap

Klein-Ballermann in Siem Reap

7. Siem Reap, Kambodscha

 

Siem Reap ist der Ausgangsort, um die Tempelanlagen von Angkor Wat zu besuchen. Wegen der vielen Touristen hat sich hier eine asiatische Version des Ballermanns entwickelt. Mit einer Kneipe an der nächsten. Dazwischen tummeln sich nervige Straßenhändler, die jeden Besucher anquatschen, um ihm von Frauen bis zu Massage-Fischen jede Menge Sachen verkaufen zu wollen. Das ist alles schlimm genug, hinzu kommt aber die so von Abgasen verseuchte Luft, dass man am besten nur mit Mundschutz rausgeht, um irgendwie Luft zu bekommen.

 

Waffen verboten! Schild in der Tür des Touristenbüros

Waffen verboten! Schild in der Tür des Touristenbüros in Chicago

6. Außenbezirke Chicago, Illinois, USA

Chicago ist eine wunderschöne Stadt, die Sie unbedingt besuchen sollten. Dummerweise ist Chicago aber auch die Mord-Hauptstadt der USA. Selbst die Innenstadt ist nicht ganz ungefährlich, aber in die Außenbezirke sollten Besucher besser überhaupt keinen Fuß setzen. Warum? Ach, sehen Sie sich einfach nur die Einschusslöcher an jedem dritten Gebäude an, dann wissen Sie warum.

 

Hier gibt's nichts zu sehen: Wattenscheid

Hier gibt’s nichts zu sehen: Wattenscheid

5. Wattenscheid, Deutschland 

Wer den Niedergang des Ruhrgebiets betrachten will, setzt sich am besten in die Straßenbahn 302 von Bochum nach Gelsenkirchen. Die Fahrt geht an Dutzenden verlassenen Häusern mit Graffitis und eingeschlagenen Scheiben vorbei. Wattenscheid ist in einigen Teilen eine Geisterstadt. Hoffentlich erbarmt sich mal irgendwer und reißt die leerstehenden Gebäude mal ein. Gelsenkirchen ist in vielen Ecken auch nicht besser, hat aber dafür einige wunderschöne Sehenswürdigkeiten zu bieten.

 

Die Innenstadt von Kisumu

Die Innenstadt von Kisumu

4. Kisumu, Kenia

Im Hotel raten die Angestellten, niemals allein aus dem Haus zu gehen. Nicht einmal tagsüber. Sobald die Sonne untergegangen ist, sollten Weiße das Haus gar nicht mehr verlassen. Kisumu ist viel zu gefährlich. Weil es keine funktionierende Polizei gibt, herrscht Lynch-Justiz und schützen kann Sie auch niemand. Ein grauenhafter Ort.

 

Obdachlose kampieren auf einem Bürgersteig - direkt gegenüber vom historischen Theater

Obdachlose kampieren auf einem Bürgersteig – direkt gegenüber vom historischen Theater

3. Sao Paulo, Brasilien

Sao Paulo hat in der Innenstadt einige schöne alte Gebäude zu bieten, nur leider passieren in der City die meisten Morde. Wo bei uns vielleicht Marktstände in der Fußgängerzone stehen, sind es hier tausende Zelte, die Obdachlose aufgebaut habe. Regelmäßig kommt es zu Rangeleien unter den meist männlichen Zeltbewohnern, als Tourist stecken Sie schneller mittendrin als Sie sich das wünschen. Glücklicherweise steht an jeder Ecke ein schwer bewaffneter Polizist. Das macht das Flanieren aber auch nicht wirklich zu einem schönen Erlebnis.

 

Flug über die Steinwüste der Stadt El Alto

Flug über die Steinwüste der Stadt El Alto

2. El Alto, Bolivien

Oh, mein Gott, ein Slum, der sich Stadt nennt. Weil es in Bolivien kalt ist, leben die Menschen zwar in Häusern. Die sind aber alle im Rohbau, eine einzige halbwegs befestigte Straße führt durch den Vorort von La Paz. Auf die Straßen sollten Sie auch besser nicht gehen. Zu gefährlich. So wie El Alto muss es in der Hölle aussehen.

 

Eine Seitenstraße in der kambodschanischen Hauptstadt

Eine Seitenstraße in der kambodschanischen Hauptstadt

1. Phnom Penh, Kambodscha

Ja, der königliche Palast ist eine der schönsten Sehenswürdigkeiten Asiens, das war es dann aber auch. Ansonsten ist Phnom Penh ein schrecklicher, stinkender Moloch, um den man am besten einen Bogen macht. Sie wollen die Stadt zu Fuß erkunden? Vergessen Sie es! Sie haben die Wahl zwischen vom Auto überfahren oder ausgeraubt zu werden. Bürgersteige gibt es nicht, Autos und Mopeds halten nicht bei rot und irgendwie funktioniert auch das Abwassersystem nicht, am besten eine Klammer auf die Nase setzen.

Text/Fotos (c) Michael Westerhoff

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: