Die Berlengas in Portugal

Das Fort auf Berlenga Grande

Die Berlingas sind eine kleine Inselgruppe, die an der Atlantikküste von Portugal liegen. Ein Naturreservat mit bizarren Felsformationen, einem Fort und ganz vielen Vögeln.

Eine Stunde dauert die Überfahrt von Peniche auf die Berlengas. Das kleine Boot hüpft über die Wellen. Bei kräftigem Seegang ist schon einigen schlecht geworden. Und kräftigen Seegang gibt es hier an der Atlantikküste häufig. Deshalb fahren die Boote auch nur von Mai bis September auf Berlenga Grande, die größte der drei Atlantikinseln.

Ein Fels wie ein Elefant 

Doch schon der erste Anblick entschädigt für die etwas rumpelige Überfahrt. Bizarre Felsformationen tauchen vor den Augen der Touristen auf. Unter anderem ein Fels, der aussieht wie ein Elefant.

Der Elefanten-Felsen

Die Inseln sind ein Naturreservat, deshalb dürfen täglich nicht mehr als 300 Touristen übersetzen. Das ist gut. Außer am Fort und am kleinen Hafen ist es nirgendwo wirklich voll. Über die Insel führen kleine Wanderwege.

Rundweg durch Naturschutzgebiet 

Der erste, gleich hinter dem Hafen, ist ein Rundweg um einen Felsen, auf dem Vögel brüten. So nah sind Sie Möwen und anderen Vögeln vermutlich noch nie gekommen. Dass Menschen direkt an den Nestern vorbei gehen, daran scheinen sich die Vögel gewöhnt zu haben.

Der Leuchtturm auf den Berlengas

Die Tour Über die Insel ist nicht ganz umanstrengend. Es geht teilweise steil bergauf. Über Stock und Stein. Die Aussicht auf Vögel, Felsen und den rauen Atlantik entschädigt aber für alle Anstrengungen.

Die Berlingas im Colorfulcities-Video:

Nur am kleinen Hafen gibt es Häuser. Die Inseln haben nur 50 Bewohner. Hier können Sie auch eine Kleinigkeit essen oder Getränke besorgen. In diesem Bereich befindet sich auch ein Campingplatz, der wegen seines steinigen Untergrunds aber nur etwas für Hartgesottene ist. Wer auf der Insel übernachten will, kann das hier oder im Fort, in dem es einige sehr einfach Zimmer gibt.

Im Hintergrund: Der kleine Badestrand

Im Grunde reicht aber der fünfstündige Aufenthalt, den die meisten Schiffsbetreiber anbieten, um alles zu erkunden. Den Leuchtturm können Sie ohnehin nicht besichtigen. Im Gegensatz zum 1502 erbauten Fort, mit dem die Portugiesen ihre Atlantikküste schützen wollten. Auch hier können Sie eine kleine Erfrischung bekommen. Oder sich mit Tauchern unterhalten, die das Gebiet um die Insel gern besuchen.

Steile Treppe zum Fort

Zum Fort führen steile Treppen runter. Und leider nach dem Besuch wieder rauf. Auch Sportler kommen beim Aufstieg aus der Puste. Eine Alternative: Kleine Boote fahren für sechs Euro der Küste entlang, die Bootsführer zeigen den Touristen Felsen, fahren in Höhlen und setzen die Besucher auf Wunsch auch am Fort ab (und holen sie dort wieder ab). Dadurch sparen Sie sich den Weg.

Auf den Berlengas kommen Sie Vögeln ganz nah

Die Überfahrt von Peniche kostet 20 Euro. Die Touren starten zwischen 8 und 10 Uhr am Hafen. Mit dem normalen Boot dauert die Fahrt eine knappe Stunde, Sie haben dabei auch einen schönen Blick auf die Halbinsel Peniche. Wer es eiliger hat, nimmt das etwas teurere Schnellboot, das nur 20 Minuten benötigt.

Text/Fotos/Video (c) Michael Westerhoff

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: