Der Central Park und die 100 Millionen-Dollar-Spende

New YorkNachdem der New Yorker Central Park in den 70er- und 80er-Jahren zunehmend verfallen war, investiert die Stadt seit einige Jahren wieder kräftig in die grüne Lunge von Manhattan. Auch dank großzügiger Spender. Zuletzt hat ein Hedgefond-Manager dem Park 100 Millionen Dollar vermacht.

„Meine Großeltern haben sich hier kennengelernt und ich bin hier als Kind Rollschuh gefahren“, begründete Milliardär John Paulson seine Rekordspende. Umgerechnet 77 Millionen Euro hat er dem Park vermacht, weil er ihn für die wichtigste kulturelle Einrichtung der Stadt hält.

In den 90ern hatte bereits ein anderer Spender dem Park 17 Millionen Dollar hinterlassen. Während der 57jährige Paulson sich bester Gesundheit erfreut, profitiert der Park zunehmend von Spenden Verstorbener. Zuletzt machte eine 88jährige Damen Schlagzeilen, die dem Park 10 Millionen Dollar hinterließ. Die Frau hatte ihr Leben lang bescheiden gelebt, ihre Wohnung soll den Charme der 50er versprüht haben. Niemand ahnte, dass sie so vermögend war. Sie reiste zwar gern, neigte aber nicht dazu, mit Geld um sich zu werfen. Weil der Besuch des Central Parks zu ihren liebsten Freizeitbeschäftigungen gehörte, hinterließ sie dem Park ihr Vermögen, dass sie selbst von der Familie ihrer Mutter geerbt hatte.

Schlittschuhläufer auf einer Eisfläche im Central Park in New York

Eislauffläche im Central Park

Der Central Park wurde 1873 als Naherholungsgebiet für die New Yorker gebaut. Er dient vielen Einheimischen als Ruhepol in der hektischen Großstadt. Neben zwei Eisbahnen gehört auch ein Zoo zu den Attraktionen im Park. Die Wohnungen am Park gehören zu den teuersten der Welt. Das Dakota-Buildung an der 73. Straße errang traurige Berühmtheit durch den Mord an John Lennon, der dort gelebt hatte. Andere prominente Mieter waren u.a. Leonard Bernstein, Sting und Judy Garland. Nach der Ermordung von Lennon wurde eine Grünanlage gegenüber des Dakota-Buildings nach dem Beatles-Hit in „Strawberry Fields“ umbenannt.

Foto/Bild/Nachbearbeitung (c) Michael Westerhoff

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: