Das U ohne U-Bahn-Anschluss

Dortmund Nein, dies ist nicht – wie manch ein Auswärtiger denkt – eine überdimensionierte U-Bahn-Station, die ein größenwahnsinniger Ruhrgebietspolitiker bauen liess. Das Dortmunder U war früher eine Brauerei und ist heute ein Museum. Inklusive Club und Gastronomie hoch über den Dächern der Stadt.

Auf riesigen LED-Flächen auf dem Dach drehen sich schwarz-gelbe Fußball-Figuren wie man sie sonst vom Fußball-Kicker kennt (siehe Bild oben). Eine Installation des Filmemachers Adolf Winkelmann, der die riesigen fliegenden Bilder über der Stadt regelmäßig mit kleinen Filmchen bespielt. Mal projiziert er Tauben, mal eine Schaumkrone eines Biers und im vergangenen Jahr zur Deutschen Meisterschaft des BVB eben die schwarz-gelben Kicker. Dortmunder recken regelmäßig nach oben, um zu schauen, was sich der Filmemacher, der Filme wie den Ruhrgebiets-Kultstreifen wie „Die Abfahrer“ gedreht hat, sich wieder ausgedacht hat.

Blick aus dem 16. Stock des Harenberg City Centers auf das Dortmunder U

Blick aus dem 16. Stock des Harenberg City Centers auf das Dortmunder U

Bis 2008 verrottete das stillgelegte Brauereigebäude. 1994 war die Union-Brauerei in einen Vorort gezogen, seither stand das seit den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts errichtete Gebäude leer. Bis die Politik sich entschied, hier ein Museum für moderne Kunst, ein Kreativ-Zentrum den Club „View“ mit Aussichtsterrasse und Restaurant einzurichten. Zwar macht das U wegen seiner Kosten immer wieder Schlagzeilen in der Stadt, gleichzeitig ist es aber das neue Symbol für die Stadt geworden. Taschen, Regenschirme, Ansteckbuttons, Teelichte mit Blech-U – nichts, was es nicht mit dem Symbol gibt.

DortmundAch ja, „U“ steht nicht für U-Bahn, sondern für Union-Brauerei. Das U thront seit 1968 über dem Gebäude. Es ist neun Meter hoch. In der Gastronomie hat der BVB seine beiden letzten Meisterschaften gefeiert. Mehr über das U auch im zweiten Teil über das „Innenleben“ des Us.

DortmundText/Fotos/Nachbearbeitung (c) Michael Westerhoff

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