Ein leuchtender Impuls und ein wunderbarer Blick – die Halde Großes Holz in Bergkamen

Pylon auf der Halde Großes Holz

Pylon auf der Halde Großes Holz – nachts leuchten die Dioden

Die Halde Großes Holz gehört zu den jüngsten renaturierten Halden im Ruhrgebiet. Es lohnt sich bei schönem Wetter auf den 90 Meter hohen künstlichen Hügel zu klettern. Es eröffnet sich ein wunderbarer Blick ins Ruhrgebiet und Münsterland.

Mit der Schließung der Zeche Haus Aden 1998 endete die Bergbaugeschichte von Bergkamen. Übrig geblieben ist eine riesige Abraumhalde mit Kohleresten, die sich seit den 60er-Jahren angehäuft hat. In den vergangenen Jahren wurde sie für Spaziergänger hergerichtet. Die Halde krönt der „Impuls von Bergkamen“.

Blick auf die ehemalige Zeche Haus Aden

Blick auf die ehemalige Zeche Haus Aden

Beim Impuls handelt es sich um einen 33 Meter hohen Pylon der Künstler Maik und Dirk Löbbert, die ein Denkmal für die ehemaligen Bergkamener Bergleute schaffen wollten. Das Lichtkunstwerk leuchtet von Beginn der Dämmerung bis 1 Uhr nacht. Im Winter auch von 5 Uhr morgens bis es hell wird. Der Impuls mit seinen 14.400 LED-Leuchten ist deshalb von weither zu sehen.

Treppen führen auf die Spitze der Halde

Treppen führen auf die Spitze der Halde

Auf die 90 Meter hohe Halde führen Wanderwege und Treppen. Kleine Aussichtsplattformen mit Bänken laden zum Ausruhen und Schauen an. Da das Land hier platt wie eine Flunder ist, eröffnet sich ein herrlicher Blick ins Münsterland, auf die Kraftwerke in Lünen, den unterhalb der Halde verlaufenden Hamm-Datteln-Kanal, das ehemalige Bergwerk Haus Aden und die City der Stadt Bergkamen. Zu Silvester treffen sich hier viele Menschen, um das Feuerwerk im Ruhrgebiet zu beobachten.

An der Spitze ist noch zu sehen, dass die Halde aus Kohle besteht

An der Spitze ist noch zu sehen, dass die Halde aus Kohle besteht

Die Spitze der Hald liegt 148 Meter über dem Nullpunkt. Dort ist noch sehr genau zu beobachten, dass es sich um einen künstlichen Berg aus Kohle handelt. Hier liegen noch zahlreiche Kohlestücke (siehe Bild oben), auch der Weg besteht teilweise aus Kohle-Schlacke. Außerdem riecht es stark nach verglühender Kohle. Der größte Teil der Halde ist jedoch renaturiert. Wiesen und Bäume gegen den Anschein, dass es sich hier um einen normalen Hügel, nicht um ein Bauwerk aus menschlicher Hand handelt.

Blick von der Halde auf den Hamm-Datteln-Kanal und die Kraftwerke in Lünen

Blick von der Halde auf den Hamm-Datteln-Kanal und die Kraftwerke in Lünen

Der Weg auf den Berg dauert je nach Form zwischen 20 und 30 Minuten. Direkt über Trampelpfade durchs Gebüsch geht es noch schneller. Wer mit dem Auto an den Fuß der Halde fahren möchte, gibt ins Navi am besten „Waldstraße“ ein. Dort befindet sich ein Parkstreifen vor einigen alten Häusern, an denen der Wagen gut abgestellt werden kann.

Text/Fotos/Nachbearbeitung (c) Michael Westerhoff

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