Gelbes Meer auf dem Dortmunder Friedensplatz

BVB-Fans beim DFB-Pokalfinale

Die Gelbe Wand auf der Südtribüne des Westfalenstadions ist legendär. Wenn Dortmund in einem Finale steht, gibt es in der Stadt jedoch auch ein „Gelbes Meer“ zu bestaunen. Auf dem Friedensplatz, auf dem Fans beim Public Viewing mit ihrer Mannschaft zittern.

Dortmund im Ausnahmezustand. Verkäuferinnern sitzen mit Trikots an der Kasse, Bäcker backen schwarz-gelbe Berliner, Händler schmücken ihre Schaufenster in den Vereinsfarben von Borussia Dortmund. Und Menschenmassen strömen in die Innenstadt. Fußballfieber. Wie beim Pokalfinale 2014 und dem Pokalfinale 2016.

Fans auf dem Friedensplatz

Fans auf dem Friedensplatz

Das Finale wird zwar erst um 20 Uhr angepfiffen, aber schon zur Mittagszeit machen sich viele zu Fuß auf dem Weg in die Stadt, um noch einen Platz auf dem Friedensplatz zu erobern. So war das beim Pokalfinale 2012, beim Championsleague-Finale 2013 und auch wieder beim Pokalfinale 2014.  

Gelbes Meer

Gelbes Meer

Alternativ: Der Friedensplatz bei Länderspielen in schwarz-rot-gold

Alternativ: Der Friedensplatz bei Länderspielen in schwarz-rot-gold

Seit den 90er-Jahren feiert der BVB auf dem Platz vor dem Rathaus seine Erfolge. Und auf einer Leinwand verfolgen die Fans die entscheidenden Spiele (mehr über die Tradition im Artikel „Borsigplatz 2.0 oder BVB-Platz“). Seit dem Loveparade-Unglück in Duisburg gibt es Zugangsbeschränkungen für den zentralen Public-Viewing-Platz der Stadt. Damit alle Fans einen Platz vor dem Bildschirm finden, werden deshalb neuerdings weitere Leinwände an zwei anderen Plätzen innerhalb der City aufgestellt.

Blick in die Menschenmenge vom Dortmunder Rathaus

Blick in die Menschenmenge vom Dortmunder Rathaus

Doch zurück zu den Fußball-Feiertagen: Nach einem Dortmunder Bier in den Kneipen rund um den Alten Markt geht es vor eine der Leinwände. DJs heizen mit bis zum Anpfiff mit BVB-Songs. Bis zu 10.000 Menschen finden allein vor der Leinwand auf dem Friedensplatz Platz. Insgesamt 25.000 Menschen verfolgten das Championsleague-Finale 2013 und das Pokalfinale 2014 auf den Public-Viewing-Areas. Hinzu kamen 12.000 Besucher in der Westfalenhalle und unzählige Fans in den Kneipen der Stadt.

Der Friedensplatz nach Einbruch der Dunkelheit

Der Friedensplatz nach Einbruch der Dunkelheit

Zum Ärger der Fans ging die Partys auf den zentralen Plätzen 2013 und 2014 zu schnell zu Ende. Zweimal hintereinander besiegte Bayern München den BVB. Auf dem Friedensplatz flossen zahlreichen Tränen. Aber danach ging die Party weiter. Im Trikot, mit schwarz-gelbem Schal in den Kneipen der City.

Verloren

Verloren

Seit dem Sommermärchen 2006 ist der Platz auch in der Variante Schwarz-Rot-Gold erhältlich. Beim Public Viewing zu den Spielen der deutschen Nationalelf. So wie bei der Weltmeisterschaft 2014 beim 4:0-Sieg der Deutschen beim Auftaktspiel gegen Portugal (siehe Foto unten und in der Mitte).

Der Friedensplatz beim Länderspiel

Der Friedensplatz beim Länderspiel

Und hier noch ein Blick auf den Friedensplatz beim WM-Finale 2014.Schon eine Stunde vor Anpfiff musste der Platz geschlossen werden, weil er mit 10.250 Fans voll war.

VIDEO: Pokalsieg 2017 mit Public Viewing Friedensplatz

Colorfulcities-Video: Pokalfinale 2016

 

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Auch für BVB-Fans: Das Deutsche Fußballmuseum im Colorfulcities-Video:

Text/Bilder/Nachbereitung (c) Michael Westerhoff

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