Das schönste Dortmunder Gebäude und der Containerhafen

Das Dortmunder Hafenamt

Das Dortmunder Hafenamt

Das Alte Hafenamt ist vielleicht das schönste Gebäude in Dortmund. In den 50er-Jahren konnte es vor dem Abriss gerettet werden. Es steht zwischen den Hafenbecken in Europas größtem Kanalhafen.

Das Hafenamt soll „dem einfahrenden Schiffer schon von weither als Merkmal des Dortmunder Hafens“ dienen. So beschrieb der Architekt Friedrich Kullrich kurz nach der Errichtung 1898 den von ihm entworfenen Bau. Der Turm soll einen Leuchtturm symbolisieren. In den 50er-Jahren sollte das Hafenamt abgerissen werden. Der Plan scheiterte aber glücklicherweise.

Containerhafen

Containerhafen

Das Hafenamt erinnert an die Geschichte des Hafens, denn es eins der wenigen Originalgebäude vom Ende des 19. Jahrhunderts als Kaiser Wilhelm II. den Hafen und den Dortmund-Ems-Kanal eröffnete. Damals wurden hauptsächlich Getreide und Kohle in den Becken gelöscht. Wirkliche Bedeutung errang der Hafen aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg als zeitweise 6,8 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen wurden. Mit der Kohle- und Montankrise sank auch die Bedeutung des Hafens.

Erst in den vergangenen Jahren konnte die Entwicklung wieder umgekehrt werden. Hauptverantwortlich dafür war der Boom der Containerschifffahrt. Einer der wichtigsten Kunden des Hafens ist neuerdings IKEA. Der Möbelriese unterhält unweit des Hafens sein Europalager, aus dem die Filialen aber teilweise auch Endkunden mit Billy und Co versorgt werden. Aktuell werden in 40 Hafenbecken jährlich rund 3,2 Millionen Tonnen Fracht gelöscht.

Rückseite des Hafenamtes

Rückseite des Hafenamtes

Das Alte Hafenamt gehört heute zu den beliebtesten Orten in Dortmund, an denen sich Paare trauen lassen. Zudem ist dort eine Titanic-Dauerausstellung zu sehen und die Wasserschutzpolizei hat dort ihre Diensträume. Eine Umgestaltung des Hafens zu einem Wohnquartier wie im Duisburger Innenhafen ist bislang immer gescheitert, er bietet aber immerhin einige Party-Locations.

Text/Fotos/Nachbearbeitung (c) Michael Westerhoff

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