Hafnarfjördur – Wikinger, Elfen und Hanseaten

Hafnarfjördur

Hafnarfjördur ist die schöne Variante von Reykjavik. Das Städtchen lockt mit einem romantischen Hafen, wunderbare Holzhäusern, einem Wikinger-Fest und dem Glauben an Sagen und Elfen.

Das Fischer-Städtchen mit seinen 25.000 Einwohnern ist nämlich auf einem ganz besonderen Lavahügel gebaut. Einem, der von Elfen bewohnt sein soll. Das glauben zumindest diejenigen, die auch an Elfen glauben. Es gibt sogar einen Stadtplan, indem die Wohnungen von Elfen, Trollen und Zwergen verzeichnet sind.

Island

Hotel Viking neben dem Wikingerdorf

 

 

Wesentlich handfester geht es alljährlich Mitte Juni zu. Beim Wikingerfestival, das seit 1995 zur Sommersonnenwend-Feier durchgeführt wird. Hier treffen sich verkleidete Wikinger, messen sich mit dem Schwert und beim Met-Trinken. Die Wikinger sind zwar eigentlich an anderen Stellen in Island gelandet, aber was soll’s? In Hafnarfjördur steht ein nachgebautes Wikinger-Dorf mit dem angegliederten Hotel Viking (siehe Foto oben).

Überliefert ist dagegen, dass der Ort der Hanse angehörte, also der Verbindung der europäischen Handelsstädte im Mittelalter. Deutsche, englische, dänische und holländische Kaufleute trieben hier Handel. Bis ins 19. Jahrhundert war die Stadt das Handelszentrum der Insel.

Hafen von Hafnarfjördur

Denkmal für die erste lutherische Kirche im Hafen von Hafnarfjördur

Es finden sich zahlreiche deutsche Spuren in der Stadt. Zum einen wegen der deutschen Kaufleute, zum anderen aber auch, weil sie hier 1533 die erste lutherische Kirche errichteten, die jedoch rund 70 Jahre danach wieder abgerissen wurde. An die Kirche erinnert heute jedoch ein Denkmal am Hafen, das vom damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau enthüllt wurde. 

Hafen von Hafnarfjördur

Hafen von Hafnarfjördur

Hafnarfjördur wird von vielen Touristen links liegen gelassen, weil es in vielen Reiseführern nur mit ein paar Zeilen erwähnt wird. Einen Kurzbesuch und einen kleinen Bummel am Hafen und durch die Holzhäuser mit Läden von Kunsthandwerkern ist es auf jeden Fall wert, zumal es auf dem Weg zur Blauen Lagune liegt, das für viele Island-Urlauber ohnehin zum Pflichtprogramm gehört.

Text/Fotos/Nachbearbeitung (c) Michael Westerhoff

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