La Boca in Buenos Aires

Das bunte Viertel La Boca

Das bunte Viertel La Boca

La Boca ist das originellste Stadtviertel von Buenos Aires. Schrill bunt. Hier wurde Diego Maradona, der damals bei den Boca Juniors spielte, entdeckt.

Der Stadtführerin ist es nicht ganz wohl als es nach La Boca geht. Sie ist in Buenos Aires aufgewachsen und kennt den schlechten Ruf von Kindesbeinen an. Wir würden so etwas wohl neudeutsch „No-Go-Area“ nennen.

„Bleiben Sie auf der Hauptstraße“, warnt sie. Tatsächlich haben sich in dunklen Seitengassen Junkies und Obdachlose eingenistet. Trotzdem gehört ein Besuch von La Boca zum Besuch dazu. Gefährlicher als in Neukölln oder in Duisburg-Marxloh ist es nun auch wieder nicht.

La Boca

La Boca

La Boca war der allererste Hafen von Buenos Aires, gegründet von Menschen, die aus Genua nach Argentinien ausgewandert waren. Wie zuhause gingen sie der Fischerei nach, später bescherten ihnen Sand, den sie aus dem Uruguay-Fluss holten, Reichtum.

Eine Papst-Figur grüßt aus einem Haus in La Boca

Eine Papst-Figur grüßt aus einem Haus in La Boca

Um sich in der Fremde etwas heimatlicher zu fühlen, bauten die Genuesen eine bunte Stadt aus Holzhäusern, die vielleicht das Sehenswerteste in ganz Buenos Aires ist.

Künstler verkaufen Bilder in La Boca

Künstler verkaufen Bilder in La Boca

Hier steht auch das Stadion, in dem Diego Maradona groß wurde. Das ist auch hübsch bunt. Gelb und blau. Ein Zufall. Die Gründer konnten sich nicht auf Vereinsfarben einigen. Also beschloss man, diese nach der Fahne des nächsten Schiffs, das in den Hafen einlief zu bestimmen. Es war ein schwedisches. Also gelb und blau.

Das Stadion der Boca Juniors

Das Stadion der Boca Juniors

Im Hellen muss niemand im Viertel, indem der Tango erfunden wurde, Angst haben. Also unbedingt dort hinfahren!

Text/Fotos/Nachbearbeitung (c) Michael Westerhoff

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