Chile – Land der Vulkane

Der Vulkan Osorno aufgenommen in Petrohue

Der Vulkan Osorno aufgenommen in Petrohue

In keinem anderen Teil der Erde brodeln so viele Vulkane wie in der Mitte von Chile. Allein in dieser Region des Landes finden sich über 60 aktive Vulkane. Der Osorno wurde im Internet zum schönsten der Welt gewählt. Noch vor dem berühmten Fuji in Japan.

Wie im Schwarzwald. Nur mit Vulkanen. Diesen Eindruck können Reisende im mittleren Teil Chiles bekommen. Die Vegetation gleicht unserer, die schönen Holzhäuschen erinnern an Schwarzwald-Häuser. Das liegt auch daran, dass viele deutsche Auswanderer hier hin gekommen sind. Noch heute gibt es fast überall traditionelle deutsche Bäckereien. Nur Vulkane, die gibt es eben nicht in Deutschland. Jedenfalls nicht in dieser Masse und Schönheit.

Viele Vulkanausbrüche

2007, 2009, 2010, 2011, 2012 – fast jedes Jahr bricht einer der Vulkane in dieser Region aus. Manchmal raucht es nur etwas, oft ergießt sich auch ein kleinerer Lavastrom über den Berg. Nicht selten sterben dabei auch Menschen. Die Mitte Chiles ist das Land der aktiven Vulkane. Der schönste unter ihnen: Der Osorno. Dessen letzter großer Ausbruch liegt immerhin schon 150 Jahre zurück.

Llanquihue-See mit Vulkan Osorno

Llanquihue-See mit Vulkan Osorno

Ein gut asphaltierte Straße führt hinauf bis zur Talstation des Berges auf 1300 Meter Höhe. Den restlichen Weg müssen Wanderer zu Fuß oder mit einem Sessellift bewältigen. Nur in den Sommermonaten stehen die Schlepplifte für ein paar Tage still. Die Pisten am Osorno sind nicht steil, aber wer kann schon von sich behaupten, schon einmal auf einem Vulkan Ski gelaufen zu sein. Und zwar mit einer atemberaubenden Aussicht auf den See, der am Fuß des Vulkans liegt.

Land der Vulkane und Seen

Die Mitte Chiles, 800 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago, ist nämlich nicht nur das Land der Vulkane, sondern auch das Land der Seen. Nicht ohne Grund heißt die Region offiziell „Los Lagos“. Städter aus Santiago fallen im Sommer massenhaft in die kleinen Urlaubsorte ein und verwandeln sie für einige Wochen in belebte Ferienorte.

Osorno - im Vordergrund: Stromschnellen von Petrohue

Osorno – im Vordergrund: Stromschnellen von Petrohue

In der Region um die Llanquihue-See haben viele Menschen deutsche Wurzeln. Ein Senator in den 60ern hieß beispielsweise Julio von Mühlenbrock. Noch heute stehen am Straßenrand viele Schilder mit der Aufschrift „Kuchen“. Um den Ort wird noch heute ein Dialekt gesprochen, der dem Deutschen ähnelt. Der Ort selber wurde von 54 Protestanten aus dem Zillertal in Österreich gegründet, die aufgrund ihres Glaubens im 19. Jahrhundert auswandern mussten.

Text/Fotos/Nachbearbeitung (c) Michael Westerhoff

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