Lincolns Totenbett und eine Lok – das historische Museum Chicago

Die Lok im Chicago History Museum

Die Lok im Chicago History Museum

Chicago gehört zu den bedeutendsten Städten der USA. Historisch, architektonisch und wirtschaftlich. Nur schade, dass es davon so wenig im historischen Museum der Stadt zu sehen gibt.

Die Versuchung, das historische Museum zu besuchen, ist groß: Es liegt am Rand der Innenstadt. Auf halbem Weg zwischen der Einkaufsstraße Magnificent Mile und Lincoln Park, Zoo und Strand des Lake Michigan. Die ausgestellten Objekte sind zwar allesamt eindrucksvoll, beispielsweise die alten Wagen und Loks der Chicagoer Hochbahn, aber der Funke will nicht auf den Besucher überspringen.

Wobei „Funke“ hier vielleicht etwas unpassend ist. Denn Chicago wurde 1871 von einem Großbrand fast komplett zerstört. Ja, ein paar Bilder des alten Chicago und vom Brand gibt es zu sehen. Das Gefühl, den Brand und insbesondere die Folgen zu spüren, bleibt aber aus.

Das historische Museum von außen

Das historische Museum von außen

Gefühle entwickeln die Amerikaner vielleicht, wenn sie vor Lincolns Totenbett stehen. Für uns Europäer bleibt es aber einfach ein Holzbett, das klein wirkt und frisch bezogen wurde. Auch eine Original Unabhängigkeitserklärung war im Besitz des Chicago History Museum, verbrannte aber ebenfalls 1871. In maximal einer Stunde haben Besucher alle Objekte gesehen oder Filme betrachtet. Ob das den Eintritt von 14 US-Dollar rechtfertigt, muss jeder selber entscheiden.

Text/Fotos/Nachbearbeitung (c) Michael Westerhoff

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