Mit der Hochbahn durch Tokio und Odaiba

Blick aus der Hochbahn

Normalerweise werden Sie Ihre Wege durch Tokio mit der Metro bewältigen. Eine Ausnahme bildet die Strecke zur Insel Odaiba, auf der eine Hochbahn fährt. Eine Fahrt damit ist ein riesiger Spaß.

„Die nächste Fahrt geht rückwärts“ – irgendwie erinnert die Fahrt mit der Hochbahn der Yurikamome-Linie ein bisschen an Kirmes. Das liegt an der 270-Grad-Schleife, die sie über die Hängebrücke Rainbow Bridge fährt. Die Brücke ist zu hoch, um direkt auf sie zu fahren, also geht’s auf dem Weg nach oben fast um die eigene Achse im Kreis. Fast wie Achterbahn-Fahren.

Hochbahn – im Hintergrund rechts: Das Kongresszentrum „Big Sight“

Mindestens genauso spektakulär ist die Fahrt über die Hängebrücke. Tokio und die Bucht rasen an den Passagieren vorbei. Der Ausblick auf die Stadt und die Bucht ist fantastisch. Die Bahn fährt nicht im Kreis, um über die Brücke zu fahren, müssen Sie in Shimbashi (Station U-01) oder an einer der folgenden Stationen U-02 bis U-05 einsteigen (oder von Odaiba Richtung Shimbashi fahren).

Die Hochbahn verbindet die Tokioter Bezirke Shimbashi und Toyosu mit Odaiba. Auf der Insel sollen große Teile der Olympischen Spiele 2020 stattfinden, heute befindet sich hier bereits das Kongresszentrum Big Sight, mehrere Museen und Shoppingmalls sowie der Toyota-Auto-Themenpark „Mega@Web“ (siehe Video unten), indem u.a. Prototypen gezeigt werden.

Für die Hochbahn gilt das Metro-Tagesticket nicht. Die Linie wird von einer anderen Gesellschaft betrieben. Sie müssen also trotz Tageskarte ein zusätzliches Ticket ziehen. Die spektakuläre Fahrt und die Sehenswürdigkeiten auf Odaiba sind es aber wert.

Die Strecke führt über die Rainbow-Bridge

Einen Fahrer werden Sie auf der fast 15 Kilometer langen Strecke übrigens vergeblich suchen. Die Hochbahn ist die erste vollautomatisierte Strecke in Tokio.

Text/Fotos/Videos (c) Michael Westerhoff

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