New York: Bei grün gehen, bei rot auch

Rote Ampel in Manhattan

Rote Ampel in Manhattan

Es ist relativ einfach, sich in New York als Tourist zu outen: Wer als Fußgänger bei rot an der Ampel stehen bleibt, kann unmöglich von hier sein. In New York gilt: Wenn die Straße frei ist, wird gegangen.

Ein verschämter Blick nach links und rechts, ob vielleicht ein Kind sieht, dass man bei rot über die Straße geht, so etwas gibt es in New York nicht. Im Gegenteil. Selbst Mütter mit kleinen Kindern marschieren schnurstracks bei rot über die viel befahrene Straße. Das Taxi oder das Auto können ja auch bremsen.

Die New Yorker legen bei ihren Fußmärschen ein Höllentempo vor. Jeder zehnte New Yorker geht per pedes zur Arbeit. Da können schlendernde Fußgänger nerven. Einmal hat ein Polizist sogar einen Strafzettel gegen einen jungen Mann ausgestellt, der zu langsam auf dem Bürgersteig unterwegs war. Der arme Kerl musste vor Gericht, wurde dort aber freigesprochen.

Ein Problem in New York – wie bei uns auch – Fußgänger, die während des Marsches auf dem Handy tippen, auf dem Smartphone spielen oder den iPod bedienen. Weil es dadurch mehrfach zu Unfällen gekommen ist, hat New York bereits über ein Verbot von Handy und Co beim Überqueren der Straße nachgedacht. Es sollten Bußgelder von bis zu 100 Dollar fällig werden, wenn ein Fußgänger dagegen verstößt. Bisher wurde diese Vorschrift allerdings noch nicht erlassen.

Text/Foto/Nachbearbeitung (c) Michael Westerhoff

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