Das mittelalterliche Obidos

Die Burg in Obidos

Wenn Disney mal einen Mittelalter-Park eröffnet, dann müsste er wie Obidos aussehen. Hier ist aber alles echt. Die kleinen schmalen, Gassen, die gut erhaltene Burg und die schnuckeligen Läden.

Kleine weiße Häuser mit bunten Umrandungen, in vielen kleine nette Läden, die Souvenirs, aber auch Weine oder Bücher verkaufen. Es macht Spaß durch die Gassen von Obidos zu bummeln. Die Gassen sind liebevoll mit Blumen geschmückt, zwischendurch immer wieder kleine Plätze. Allein das Gewirr an Sträßchen wäre schon einen Besuch von Obidos wert.

Schmale Gassen im Dorf

Das Highlight ist aber die gut erhaltene Burg, die teilweise aus dem 13. Jahrhundert stammt. Auf den Mauern können Besucher nach Belieben rum kraxeln. Wer alle Mauern ablaufen will, ist eine Stunde unterwegs. Nicht unbedingt etwas für Menschen, die nicht schwindelfrei sind. Denn von den Mauern geht es ohne Absicherung steil nach unten.

Aber der Blick von der Mauer ist herrlich: Zu einen Seite zeigen sich die Gassen von Obidos, zur anderen die Reben der Weinberge. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Aquädukt vor den Toren der Stadt und die Kirche Santa Maria, in der 1444 König Alfonso seine Cousine geheiratet hat. Er war erst 10 Jahre, damit aber immerhin noch zwei Jahre älter als seine Braut.

Obidos im Colorfulcities-Video

Eine Spezialität der Region ist der Ginja de Obidos, ein Kirschlikör, der Ihnen zur Probe in vielen Geschäften angeboten wird. Immer im Juli findet in Obidos für zwei Wochen ein großer Mittelalter-Markt statt.

Die Kirche Santa Maria

Obidos liegt eine Stunde nördlich von Lissabon und nur 25 Kilometer von Peniche entfernt. Wer auf einer Rundreise durch Portugal die Berlengas-Inseln (Überfahrten starten in Peniche) besuchen will, sollte sich auf jeden Fall einen kleinen Abstecher nach Obidos machen.

Text/Fotos/Video (c) Michael Westerhoff

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