Olympische Spiele 2020 in Tokio

Olympia-Logo am Rathaus in Tokio

Tokio drückt auf die Kostenbremse. Die Kosten sollen nicht wie bei den Spielen in Rio aus dem Ruder laufen. Viele Wettbewerbe finden deshalb in bestehenden Hallen und Stadien statt, die Sie heute schon besichtigen können.

Wer olympisches Flair in Tokio schnuppern möchte, macht das am besten im Rathaus (Tokyo Metropolitan Government) in Shinjuku, hier sitzt das Organisationskomitee der Spiele. Oder auf der künstlichen Insel Odaiba, auf der die Mehrzahl der Wettbewerbe stattfindet.

Olympia-Fahne im Rathaus-Foyer

Stolz haben die Japaner die olympische Flagge im Eingangsbereich des Rathauses aufgehangen. Die Flagge, die die Gouverneurin der Präfektur Tokio bei der Schlussfeier in Rio überreicht bekommen hat. Draußen hängt ein Schild mit dem Logo der Spiele. Mit dem neuen Logo. Das alte musste verschrottet werden, weil es erhebliche Ähnlichkeiten mit dem Logo eines Theaters in Lüttich aufwies.

Die Olympia-Fahne im Rathaus-Foyer

Nicht das einzige, was in der Vorbereitung verschrottet werden musste. Auch die Pläne für das  Olympiastadion landeten auf dem Müll. Zu teuer, befand der japanische Ministerpräsident. Stattdessen wird nun eine preiswertere Variante auf dem Gelände des alten Olympiastadions von 1964 errichtet. Sie finden die Baustelle, wenn Sie am Bahnhof Kokuritsu-kyogiji (pinke Oedo-Linie, Station E25) aussteigen. Hier finden unter anderem Fußballspiele und Leichtathletik-Wettbewerbe sowie Eröffnung- und Schlussfeier statt.

Am Kaiserpalast drehen die Radfahrer ihre Runden

Auch der Kaiser wird seinen Spaß an den Spielen haben. Ob er will oder nicht. Denn in seiner unmittelbaren Nähe – im Park am Kaiserpalast – liegen Start und Ziel der Straßenrad-Wettkämpfe. Ebenfalls fußläufig für den Kaiser erreichbar: Gewichtheben im Internationalen Forum im alten Stadtkern Tokios (in der Nähe des Bahnhof Tokyo).

Im Internationalen Forum sollen Gewichtheber um Medaillen kämpfen

Weil Tokio Spiele der kurzen Wege plant, finden die meisten Wettbewerbe rund um die künstliche Insel Odaiba statt. Im Kongresszentrum Big Sight ist das Medienzentrum untergebracht, am Schifffahrtsmuseum steigen Triathleten und Freiwasserschwimmer ins Meer an der Bucht von Tokio. Im Ariake Tennis Park auf der Insel, in dem auch das Damen-WTA- und das Herren-ATP-Tennisturnier stattfindet, gehen die Tennis-Wettbewerbe über die  Bühne bzw. den Hartplatz-Boden.

Das Kongresszentrum „Big Sight“ – hier ist das Medienzentrum untergebracht

Auch Schwimmen, die BMX-Wettbewerbe, Volleyball, Turnen, Rhythmische Sportgymnastik, Wasserspringen, Kanuslalom, Bogenschießen, Beachvolleyball, Hockey, Vielseitigkeitsreiten und Kanu finden auf der Insel bzw. auf benachbartem Gelände statt. Die Nähe der Wettkampfstätten soll Kosten sparen und für mehr olympische Stimmung als beispielsweise in Rio sorgen.

Am Schifffahrtsmuseum springen Triathleten und Freiwasserschwimmer ins Wasser

Tokio hatte sich bereits erfolglos für die Spiele 2016 beworben, konnte sich dann aber bei der IOC-Tagung in Buenos Aires für die Spiele 2020 gegen Madrid und Istanbul durchsetzen. Die Spiele sollen von 24. Juli bis 9. August 2020 stattfinden.

Text/Fotos (c) Michael Westerhoff

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