Paradies für Surfer, Taucher und Urlauber: Die Strände West-Australiens

Unendliche menschenleere Strände

Unendliche menschenleere Strände

Tausende Kilometer menschenleerer Sandstrand. So etwas ist selten in Zeiten des weltweiten Tourismus. In West-Australien genießen Urlauber und Surfer diese Idylle, die allerdings gelegentlich von weißen Haien gestört wird.

Wer im Flugzeug auf Perth zusteuert, kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Eine gute halbe Stunde dauert der Landeanflug und bei schönem Wetter können Reisende die gigantischen Ausmaße der Strände bestaunen. Die gesamte 12.000 (!) Kilometer lange Westküste – praktisch ein einziger durchgehender Sandstrand.

Strände am Nambung Nationalpark

Strände am Nambung Nationalpark

Ein ganz besonderes Paradies für Surfer und Taucher: Der 260 Kilometer lange weiße Sandstrand, der im Nambung Nationalpark beginnt und nördlich bei Exmouth endet (siehe Bild oben).  Hier befindet sich mit dem Nigaloo Reef eins der größten Korallenriffe der Welt. Über 200 Korallenarten und 500 tropische Fische locken Taucher an. Allerdings ist das Gebiet schon wegen seiner Größe im Gegensatz zu vielen anderen Tauch-Spots in der Welt nicht überlaufen. Ausserdem entdecken viele Touristen West-Australien gerade erst. Das Gebiet beginnt 200 Kilometer nördlich von Perth in Höhe der Pinnacles-Wüste.

Scarborrough - der Stadtstrand von Perth

Scarborrough – der Stadtstrand von Perth

Doch auch in der Großstadt findet sich reichlich Strand. So wie oben der Stadtstrand von Perth im Ortsteil Scarborrough. Hier befindet sich auch ein schickes Hotel, das zwar von außen wie ein Betonklotz aussieht, innen aber wunderschön ist, und ein idealer Ausgangspunkt für den Besuch der schönsten australischen Strände ist. Allein an der Küste von Perth gibt es 80 Kilometer weißen Sandstrand.

Im Grunde haben Touristen die Qual der Wahl angesichts der großen Auswahl. Ebenfalls empfehlenswert: Busselton mit seinem zwei Kilometer langen Steg ins Meer (siehe Foto unten) oder Inseln wie Penguin Island südlich von Perth. Hier ist es zwar nicht ganz menschenleer, aber aufgrund der Weite West-Australiens und der vergleichsweise geringen Zahl von Touristen ist kaum ein Strand überlaufen. Und mit etwas Glück können Sie auf der Insel mit Pinguinen um die Wette schwimmen.

Der Jetty in Busselton

Der Jetty in Busselton

Nicht einmal am Stadtstrand in Scarborough gibt es wirklich Gedrängel. Am Wochenende ist etwas voller, weil dann auch die Einheimischen hier hin kommen, aber von Montag bis Freitag haben Urlauber selbst dort wundervolle Ruhe. Während Taucher die Strände nördlich von Perth bevorzugen, zieht es Surfer in den Süden. Südlich von Perth reihen sich 75 Surf-Spots aneinander. Windsurfer und Wellenreiter empfehlen die meterhohen Wellen bei Margaret River am südlichsten Zipfel Westaustraliens oder das in der Nähe von Busselton gelegene Gracetown.

Allerdings müssen sich Surfer, Taucher und Schwimmer in West-Australien immer der Gefahr weißer Haie bewusst sein. 2012 und 2013 haben die Haie sechs Menschen getötet, einer auch in Gracetown. Das sorgt weltweit für Schlagzeilen und beeinträchtigt zunehmend den Tourismus. Deshalb hat die westaustralische Regierung alle Haie, die sich der Küste nähern, zum Abschuss freigegeben.

Text/Fotos (außer Foto 2: Nadia Holmes)/Nachbearbeitung © Michael Westerhoff

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