Reykjavik – die nördlichste Hauptstadt der Welt

Blick vom Perlan-Warmwasserspeicher auf Reykjavik

Blick vom Perlan-Warmwasserspeicher auf Reykjavik

Reykjavik, die rauchende Bucht wie die Stadt wörtlich übersetzt heißt, ist nicht nur die nördlichste Hauptstadt der Welt, sondern auch die gefühlt kleinste Großstadt der Welt.  Übersichtlich, familiär, ein bisschen dörflich und trotzdem ungemein spannend.

Typische isländische Wellblech-Häuser wechseln sich mit Betonklötzen und Holzhütten ab. Nein, Stil hat Reykjavik nicht wirklich. Trotzdem macht dieser Mix die Hauptstadt faszinierend. Über ein Drittel der Isländer, rund 120.000 leben hier.  

Island

 

Das Leben spielt sich am Laugavegur, der Hauptstraße, die wir schon in einem eigenen Artikel beschrieben, ab. Hier reihen sich Shops für Touristen, Cafés, Galerien, aber auch ganz normale Läden für Isländer wie Supermärkte aneinander. Besucher finden hier und im Stadtkern eine kleine Touristen-Infos, in der sie einen kostenlosen Stadtplan, aber auch andere Informationen über die Hauptstadt erhalten. Von hier sind vom Parlament über das Rathaus bis zur Kirche Hallgrimskirkja viele wichtigen Sehenswürdigkeiten fußläufig erreichbar.

Direkt an der Hauptstraße: Der Sitz des Premierministers Islands in einem kleinen beschaulichen weißen Gebäude (siehe Bild oben). Im Kontrast zu dem alten Gebäude (auf dem Bild links) die Harpa. Das moderne Konzert- und Kongresshaus der Stadt.

Wellblech-Haus

Wellblech-Haus

Die Wurzeln Reykjaviks gehen auf die Wikinger zurück, allerdings hatte die Stadt im 18. Jahrhundert gerade einmal 200 Einwohner, selbst um 19340 lebten hier nur knapp 30.000 Menschen. Einen Schub bekam die Stadt erst in den 40er-Jahren. Hauptgrund: Erst 1944 erlangte Island seine volle Souveränität und spaltete sich als Republik vom Königreich Dänemark ab. Damit wuchs die Bedeutung der neuen Hauptstadt und damit auch ihre Einwohnerzahl. Insgesamt leben in Reykjavik und den angrenzenden Gemeinden der Hauptstadt-Region 200.000 Menschen, also ungefähr zwei Drittel aller Isländer.

Café an der Laugavegur

Café am Laugavegur

Zu den Highlights der Stadt gehört der Wärmespeicher Perlan (siehe Bild oben), der etwas entfernt von der City liegt. Von hier haben Besucher einen wunderbaren Blick über Reykjavik.  Perlan (ebenfalls siehe eigener Artikel) isst mit dem Auto innerhalb von zehn Minuten erreichbar. Zu Fuß sind es knapp drei Kilometer. Den Blick über die Stadt sollte sich kein Reykjavik-Besucher entgehen lassen.

Café Paris in der Innenstadt von Reykjavik

Café Paris in der Innenstadt von Reykjavik

Das kleine Zentrum hat nette Cafés wie das Café Paris (siehe Bild oben) zu bieten, in denen Sie viele Touristen treffen werden, die gerade im Reiseführer blättern und sich eine Route durch die Stadt ausarbeiten. Hier mischen sich Einheimische und Touristen. Wer mit Isländern ins Gespräch kommen möchte, ist hier oder in den Bistros und Gras am Laugavedur richtig.

Rathaus von Reykjavik

Rathaus von Reykjavik

Direkt an dieses Zentrum grenzt der See Tjörnin an. Hier steht einer der Betonklötze der Stadt, das 1992 eröffnete Rathaus (siehe Foto unten), das teilweise in den See gebaut wurde und über kleine Brücken erreichbar ist. Der See ist bekannt für die vielen verschiedenen Vogelarten, die hier Zuhause sind. Am Ufer steht auch das Parlament, rund um den See können Sie die vielleicht schönsten Holz- und Wellblechhäuser der Stadt entdecken, die den besonderen Charme der Stadt ausmachen.

Haus in der Innenstadt von Reykjavik

Haus in der Innenstadt von Reykjavik

Aufgrund der geringen Größe von Reykjavik können Sie die Sehenswürdigkeiten innerhalb eines halben Tages besichtigen. Wer noch einen Spaziergang durch den Hafen oder entlang des Meers unternehmen möchte, kann sich auch einen ganzen Tag Zeit nehmen. Aufgrund der hohen Preise ist Island allgemein kein Shoppingparadies. Wem jedoch die Läden entlang der Hauptstraße zu touristisch sind, der fährt in eins der beiden Einkaufszentrum: Kringlan und Smaralind. Kringlan liegt mit seinen 150 Geschäften relativ nah am Zentrum an der Autostraße 40, Smaralind ist ein Stück größer, aber in einem Vorort gelegen.

Die Kirche in "voller Pracht"

Die Hallgrimskirja in „voller Pracht“

Text/Fotos/Nachbearbeitung (c) Michael Westerhoff

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