Schneekanonen in Saalbach-Hinterglemm-Leogang-Fieberbrunn

Wasserspeicher (unten) in Leogang

Weil die Täler teilweise nur auf 800 Meter Höhe liegen, redet das Skigebiet Saalbach-Jinterglemm-Leogang-Fieberbrunn besonders unter Schneemangel. 90% der Pisten können deshalb künstlich beschneit werden.

In der Saison 2009/10 war noch an 143 Tagen eine Talabfahrt möglich, fünf Jahre später nur noch an 128 Tagen. Und die Zukunftsaussichten sehen noch trüber aus. Das Skigebiet hat deshalb in den vergangenen Jahren in Sachen Schneekanonen kräftig aufgerüstet.

Hunderte Millionen für Kanonen

Anfang der 90er-Jahre wurden die ersten Kanonen aufgestellt, mittlerweile sind es über 900. Investitionen von mehreren hundert Millionen Euro, um die Skipisten teilweise bis in den April hinein für Schneesicherheit zu sorgen. Zudem wurden mehrere Speicher (siehe Foto) angelegt, um ausreichend Wasser für die Kanonen zu haben.

Hoher Wasserverbrauch

Das ist auch bitter nötig. Pro Hektar verbrauchen die Kanonen zwischen drei und vier Millionen Wasser. Hinzu kommt enormer Stromverbrauch. Die Kanonen in den Alpen fressen pro Saison so viel Strom wie eine Stadt mit 150.000 Einwohnern im ganzen Jahr.

Kanonen rechnen sich

Für den Tourismus geht die Rechnung mit der Beschneiung trotzdem auf. Vor dem Klimawandel und dem Aus für das Skifahren müssen die Orte offenbar keine Angst mehr haben. 2017 haben italienische Fachleute Maschinen vorgestellt, deren Schnee bis 15 Grad plus haltbar ist.

Text/Fotos (c) Michael Westerhoff

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