Siem Reap – der Ballermann Südostasiens

Abends finden zwei Nacht-Märkte statt

Abends finden zwei Nacht-Märkte statt

Siem Real ist der Ausgangsort für Erkundungen der Tempelanlage Angkor Wat. Und so etwas wie der Ballermann Südostasiens, in dem sich Kneipe an Kneipe reiht.

Laute Musik dröhnt aus einem mexikanischen Restaurant, in einem Pub singt ein Sänger internationale Hits, das Hard Rock Café und Burger King haben auch Filialen her, um die Ecke preist ein junger Mann Massagen an und immer schallt der Ruf „Tuk Tuk?“ über die Straße. Junge Männer, die Kunden für die Fahrt mit dem Tuk Tuk suchen. Irgendwie ist hier alles ein bisschen Ballermann.

Wie in allen kambodschanischen Städten hatten die kommunistischen Diktatoren der Roten Khmer Mitte der 70er-Jahre fast alle Einwohner der kleinen Fischer- und Bauernstadt vertrieben. Die Einwohnerzahl betrug fast Null. Heute leben 200.000 Menschen in dem schnell wachsenden Ort.

Klein-Ballermann in Siem Reap

Klein-Ballermann in Siem Reap

Diesen Boom hat Siem Reap dem Tourismus zu verdanken. Die Tempelanlagen von Angkor Wat liegen nur zehn Kilometer vom Ort entfernt. So prägen auch Hotels das Stadtbild von Siem Reap. Und eben Kneipen. Hunderttausende Touristen, die jährlich die Tempelanlagen besuchen, wollen versorgt werden.

Neben der Pub-Street, in der sich Bar an Bar reiht, gibt es inzwischen Shoppingcenter mit Restaurants und Kneipen. Auf zwei täglich stattfindenden Nachtmärkten verkaufen die Einwohner den Touristen alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Von Kleidung über Souvenirs bis hin zu Massagen. Seriöse Massagen wohlgemerkt, wobei – das ist vielleicht das Störendste in Siem Reap – zumindest alleinreisende Männer  auch regelmäßig „Ladies“ angeboten bekommen.

Siem Reap und Angkor Wat im Colorfulcities-Video

Text/Video/Fotos/Nachbearbeitung (c) Michael Westerhoff

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