Sines – Urlaub zwischen Sandstrand und Pipeline

Die Altstadt von Sines

Sines hat eine schöne Altstadt, tolle Sandstrände an, ist der Geburtsort von Vasco da Gama und hat eine historische Festung. Trotzdem treibt es nur wenig Touristen hier hin.

Soll ich Ihnen erst den Mund wässrig machen oder gleich mit der vollen Wahrheit rausrücken? Es hat natürlich einen Grund, warum es kaum Touristen in den Ort zieht. Portugiesen könnten vermutlich spontan eine Antwort geben.

Die wilde Atlantikküste

Sines ist der Boomtown Portugals. Gerade mal 13.000 Einwohner, aber einer der wichtigsten Industriestandorte des Landes. Hier schlägt das Herz der Energiewirtschaft, hier liegt der wichtigste Containerhafen des Landes, der teilweise der Hafengesellschaft aus Singapur gehört. Durch den Ort verlaufen lange Pipelines. Trotzdem sollten Sie sich nicht abschrecken lassen.

Seit kurzer Zeit steht das Örtchen zu seiner Industrie. Wie im Ruhrgebiet bietet es Energie-, Logistik- und Umwelt-Touren an. Touristen können Raffinerien der staatlichen Ölgesellschaft Galp oder die Müllverbrennung besichtigen. Aber nicht nur das macht Sines interessant.

Sines ist für Raffinerien bekannt

Weil es hier kaum jemanden hintreibt, finden Sie zentral im Ort einen meist menschenleeren Sandstrand, ein paar Meter hinter dem Ortsausgang beginnt der Naturpark mit herrlichen Buchten an der zerklüfteten und rauen Atlantikküste. Wer ein Zimmer in Porto Covo mietet, ist weit weg von der Industrie und trotzdem nah an einem kleinen Städtchen mit hübscher Altstadt.

Der (leere) Stadtstrand in Sines

Zu den Highlights von Sines gehören eben jene Altstadt, die Burg aus dem 15. Jahrhundert und das 1970 errichtete Denkmal für den Seefahrer Vasco da Gama, der um 1469 in Sines geboren wurde und dessen Vater Gouverneur der Stadt war. Da Gama entdeckte später den Seeweg nach Indien.

Vasco da Gama ist der bekannteste Sohn der Stadt

Dass sich trotz allem kaum Touristen in den Ort verirren, ist nicht ganz gerecht. Einen Zwischenstopp auf einer Rundreise ist Sines allemal wert.

Text/Fotos (c) Michael Westerhoff

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