Sydney – hier beginnt Australien

Circular Quay mit Skyline und Harvour Bridge im Hintergrund

Circular Quay mit Skyline und Harvour Bridge im Hintergrund

Sydney ist zweifelsohne eine der schönsten Städte der Welt. Die Lage am Wasser machen die australische Metropole zu einem attraktiven Ausflugsziel und einem wunderbaren Ort, an dem es sich zu leben lohnt. Sydney ist nicht nur die größte Stadt des Kontinents, hier beginnt auch die Geschichte Australiens.

1770. Captain James Cook ist auf seiner ersten Reise um die Welt. Sie führt ihn von Großbritannien über Südamerika, die Südsee und Neuseeland bis nach Australien. Im April 1770 betreten er und seine Mannschaft Botany Bay, eine Bucht etwas südlich vom heutigen Zentrum Sydneys. Wenige Jahre später landen hier auch die ersten Strafgefangenen. Mörder, Räuber, Prostituierte, die Großbritannien verlassen mussten und hier in einer Strafkolonie untergebracht werden. Die ersten Australier.

Blick durchs alte Hafenviertel auf Harbour Bridge

Blick durchs alte Hafenviertel auf Harbour Bridge

Dass alle Australier von Verbrechern abstammen, stimmt trotzdem nicht ganz. Tatsächlich schifften die Briten ab 1788 tausende Gefangene von der Insel auf den neu entdeckten Kontinent. Sie wurden allerdings von zahlreichen Wärtern und Offizieren begleitet, die sich ebenfalls in der Bucht von Sydney ansiedelten. Also stammen die Australier von Gefangenen und dem Aufsichtspersonal ab. Erst viel später kommen Einwanderer aus zahlreichen europäischen Ländern, später auch aus China, hinzu.

Doch zurück zur wunderbaren Metropole Sydney: Um 1800 lebten hier gerade einmal 2.000 Menschen, Mitte des 19. Jahrhunderts stieg die Bewohnerzahl erstmals über 100.000. Immer mehr Briten entdeckten den Kontinent und blieben in Sydney hängen. In den 1930er-jahren überschritt die Einwohnerzahl erstmals eine Million. Heute leben 3,8 Millionen Menschen in der größten Stadt Australiens. Ein Drittel davon ist übrigens im Ausland geboren. Wer durch die Straßen geht, dem fallen die vielen Asiaten auf. Einwanderer, die in den vergangenen 50 Jahren verstärkt auf den Kontinent gekommen sind.

Blick von der Harbour Bridge auf Circular Quay

Blick von der Harbour Bridge auf Circular Quay

Wer Sydney besucht, hat das Glück, dass fast alle Sehenswürdigkeiten in unmittelbarer Nähe liegen: Von der Oper sind es nur gut 500 Meter bis zur Harbour Bridge. Dazwischen liegt der kleine Hafen Circular Quay, an dem alle wichtigen Fähren anlegen. Direkt neben der Oper: Der Botanische Garten, der zu einem schönen Spaziergang einlädt. Zudem in unmittelbarer Nähe: Das Kneipenviertel The Rocks mit seinen alten Häusern und das Museum für moderne australische Kunst, das Museum of  Contemporary Art. Nur ins Vergnügungsviertel Darling Harbour sind es rund 1,5 Kilomter, aber auch der Weg ist problemlos zu Fuß zu bewältigen.

Oper Sydney

Oper Sydney

Diese Nähe der Highlights hat für Touristen einen enormen Vorteil: In zwei bis drei Tagen sind alle wichtigen Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Im Idealfall reservieren sich Besucher den ersten Tag für einen Stadtrundgang inklusive Besuch der City. Am zweiten Tag geht es dann kreuz und quer mit der Fähre in die Außenbezirke der Stadt. Um von Punkt zu Punkt zu kommen, eignet sich die Fähre ohnehin sehr gut. Wer beispielsweise in einem der Hotels am Darling Harbour wohnt, kann mit der Fähre in wenigen Minuten zum Circular Quay fahren, um von dort die meisten Highlights der Stadt anzusteuern. Die Faszination Sydneys ergibt sich aus der Nähe zum Meer. Die City selber hat nicht so viel zu bieten. Die meisten Hochhäuser sind Zweckbauten, die selbst die größten Hochhaus-Fans kalt lassen.

Sydney ist zwar inzwischen die älteste und größte australische Stadt (früher war Melbourne größer), aber nicht die Hauptstadt des Landes. Anfang des 20. Jahrhunderts stritten Sydney und Melbourne um die politische Vorherrschaft in der jungen Nation. Weil sich die australischen Bundesländer aber nicht auf eine der Metropolen einigen konnten, wurde nach langen Diskussionen beschlossen, dass mit Canberra eine künstliche Hauptstadt aus dem Boden gestampft wird. Immerhin ist Sydney Hauptstadt des Bundesstaates New South Wales.

Wer Sydney besuchen will, kann das im Grunde das ganze Jahr über. Von Juni bis August ist es mit Durchschnittstemperaturen um die zehn Grad relativ frisch, aber dafür regnet es nicht so viel. Die wärmsten Temperaturen werden von Dezember bis März gemessen. Dann kann es auch bis 30 Grad raufgehen. Da Sydney aber am Wasser liegt, stört die Hitze nicht so. Nur in den Straßenschluchten kann es heiß werden. In Sydney wechselt das Wetter sehr schnell, ist es in der einen Minute noch schön sonnig, können wenig später Regenwolken aufziehen. In der wärmsten Zeit regnet es durchschnittlich an neuen Tagen im Monat.

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Text/Fotos/Nachbearbeitung (c) Michael Westerhoff

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