Totem, Kreuzweg, Bergarena – die Halde Haniel in Bottrop

Halde Haniel in Bottrop

Halde Haniel in Bottrop

Sie ist die unbekanntere der beiden Bottroper Halden. Während es viele auswärtigen Besucher zum spektakulären Tetraeder zieht, ist die Halde Haniel eher bei Einheimischen als Naherholungsziel bekannt. Dabei gibt es hier viel mehr zu sehen als am Tetraeder.

Die Halde Haniel lockt Besucher gleich mit drei Attraktionen. Den an anderer Stelle beschriebenem Kreuzweg, den Stelen auf der Spitze der Halde und dem Bergtheater, einem Amphitheater im griechisch-römischen Stil oben auf der Halde.

Mit einer Höhe von 185 Metern ist die Halde eine der höchsten im Ruhrgebiet. Sie entstand aus Abraum, also Resten, die bei der Kohleförderung anfielen, der nahe gelegenen Zeche Prosper Haniel (siehe Foto), die von oben sehr schön zu sehen ist.

Blick ins Bergtheater

Blick ins Bergtheater

In der Bergarena, die 800 Plätze umfasst, werden regelmäßig Theaterstücke und Opern aufgeführt. Anlässlich des Kulturhauptstadtjahres 2010 beispielsweise Guiseppe Verdis Oper Aida.

Blick von der Halde Haniel auf die Zeche Prosper Haniel

Blick von der Halde Haniel auf die Zeche Prosper Haniel

Seit 2007 stehen auf der Spitze der Halde über 100 Stelen. Alte angepinselte Eisenbahnschwellen, die der baskische Künstler Augustin Ibarrola zur Installation „Totem“ verbunden hat. Der Künstler wollte nach eigener Aussage ein Werk schaffen, dass Industrie und Natur verbindet.

Die Stelen auf der Halde

Die Stelen auf der Halde

Die Halde Haniel ist auch bei Joggern und Mountain-Bikern sehr beliebt. Der Weg ist teilweise sehr steil und deshalb für ältere Besucher nur langsam zu bewältigen. Bis zur Spitze dauert es für normal geübte Spaziergänger ungefähr 20 Minuten. An der Zeche Prosper Haniel befindet sich ein Parkplatz. Leider ist sie wie andere Halden im Ruhrgebiet schlecht ausgeschildert. Links von der Zeche (wenn man davor steht) führt ein Weg zur Halde.

Text/Fotos/Nachbearbeitung (c) Michael Westerhoff

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