Tree Top Walk – Urwald in Singapur

Blick von der Hängebrücke

Wer die Hochhäuser in Singapur satt hat, kann in Singapur auch wandern. Mitten durch den Urwald. Am schönsten ist der Tree Top Walk.

Die Sonne brennt vom Himmel, die gefühlte Temperatur liegt bei 37 Grad, die Luftfeuchtigkeit bei über 90%. Hier im MacRitchie – Naturreservat ist es noch ein Stückchen heißer als in den Hochhausschluchten. Vielen, die mir am Eingang entgegen kommen, läuft der Schweiß runter. Auch sportlichen Typen.

Trotzdem. Tropischer Regenwald muss sein. Als Kontrastprogramm zu den Besichtigungen in der Innenstadt. Es geht über teilweise befestigte Wege, aber auch über Stock und Stein zur 250 Meter langen Hängebrücke, den Tree Top Walk.

Teilweise ist der Weg befestigt

Allerdings ist der Weg dort hin (die Wegweiser geben unterschiedliche Auskunft) so um die 2,5 Kilometer. Klingt nicht viel? Ist aber im Regenwald durchaus anstrengend. Zumal es zwischenzeitlich auch steil bergauf geht.

Für Reptilien habe ich längst keine Augen mehr, für Affen, die es hier geben soll, auch nicht wirklich. Allerdings läuft mir eine riesige Echse über den Wanderweg. Die ist mit ihren anderthalb bis zwei Metern schlecht zu übersehen. Glücklicherweise erschreckt die sich mehr als ich.

Blick von der Hängebrücke

Nach einer guten Dreiviertelstunde schwitzen, ist die Brücke endlich in Sicht. „Hmmm… etwas unspektakulär denke ich“. Der Blick über den Regenwald ist aber herrlich. Der Rückweg später weniger.

Die Strecke dauert etwa zwei Stunden, mit Fotostopps und kleiner Pause an der Hängebrücke. Der Einganz befindet sich in einer Seitenstraße der Upper Thompson Road (Ecke Venus Road), elf Kilometer außerhalb der Stadt. Der Bus 162M fährt direkt von der City Hall über die Orchard Road in die Richtung, die Haltestelle liegt auf Höhe einer Esst-Tankstelle. Zum Eingang sind es dann nur drei Minuten Fußweg.

Warnschild am Tree Top Walk

Festes Schuhwerk wie Sneakers oder Turnschuhe sind notwendig. Zudem ist es ratsam, Wasser mitzunehmen (oder an der Esst-Tankstelle vor dem Eingang), auf dem Weg gibt es keine Verpflegung.

Text/Fotos (c) Michael Westerhoff

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