Übernachten im Baumhaus

Montana Magica - eins der ungewöhnlichsten Hotels der Welt

Montana Magica – eins der ungewöhnlichsten Hotels der Welt

Wenn Zeitungen Rankings über die ungewöhnlichsten Hotels der Welt veröffentlichen, dann stehen diese beiden Häuser regelmäßig in der Top 10: Das Montana Magica und das Baobab in Chile. Das Vulkanhotel und das Baumhaus. Beide ausschließlich aus Holz gebaut.

Wer zum Montana Magica oder zum Baobab fährt, lernt als allererstes, dass ein Regenwald nicht heiß und feucht sein muss. Die beiden Häuser stehen nämlich im chilenischen Regenwald. Dort regnet es zwar häufig, aber es ist kalt. Die Hotels stehen mitten im Naturschutzgebiet Huilo Huilo. Um die Einheit von Leben und Natur zu symbolisieren, hat der Bauherr sie ausschließlich aus Natur-Stoffen, also hauptsächlich Holz, gebaut. Auch das Wasser- und Heizsystem funktioniert auf ökologischer Basis. Die Inneneinrichtungen bestehen ebenfalls fast ausschließlich aus Holz.

Baobab - gleich nebenan und mit einem Steg verbunden

Baobab – gleich nebenan und mit einem Steg verbunden

Das 2007 eröffnete Boabab ist unten schmal und wird nach oben breiter. Innen wächst ein Baum. Es hat 55 Hotelzimmer und ist damit wesentlich größer als das benachbarte Montana Magica, das einem Vulkan, von denen es besonders viele in Chile gibt (siehe eigener Artikel), nachempfunden ist. Gäste irritiert etwas das Wasser, das ständig an der Außenhaut des Gebäudes runterläuft. Beide Hotels sind mit Holzstegen verbunden. Da das Montana Magica mit neun Zimmern relativ klein ist, frühstücken die Gäste im benachbarten Baumhaus. Neben der Naturverbundenheit bieten die Häuser aber auch reichlich Luxus: Von der Wellness-Oase mit Sauna über ein Schwimmbad bis zu einem Spitzen-Restaurant.

Die Hotels sind ein wunderbarer Ausgangspunkt für Wander- oder Mountainbike-Touren. Allerdings liegen sie irgendwo im nirgendwo. Ein paar Kilometer entfernt ist ein Dorf, in dem es unter anderem eine Bäckerei gibt. Die nächste größere Stadt Panguipulli ist über 50 Kilomter entfernt. Die letzten Kilomter führen über ein rumpelige Schotterstraße. Regnet es mal nicht, sieht der Autofahrer die Hand vor Augen nicht, weil die Straße in einer kaum durchsichtigen Staubwolke liegt.

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Text/Fotos/Nachbearbeitung (c) Michael Westerhoff

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