Von Vik nach Höfn

Auf der Strecke ist links und rechts wenig zu sehen

Auf der Strecke ist links und rechts wenig zu sehen

Wer die spektakulären Eisberge in Jökulsarlon sehen will, muss Geduld beweisen. Egal von welcher Richtung er kommt, es ist eine Reise durchs Nichts.

Von Vik geht es immer Richtung Osten. Fast 200 Kilometer lang. Gab es in Vik noch allerlei zu sehen, den Lavasandstrand oder die Felsen in der tosenden Brandung (siehe Artikel über Vii) scheint hinter dem Ort die Welt zu enden. Bauernhöfe und Häuser werden seltener. Und sind irgendwann gar nicht mehr vorhanden.

Dann sieht es 100 Kilometer lang wie auf dem Foto ganz oben aus. Eine Straße zieht sich schnurgerade durch die nicht wirklich vorhandene Landschaft. Es ist der mit Abstand ödeste Abschnitt bei einer Inselumrundung. Erst nach 200 Kilometern oder zwei Stunden zeigen sich die ersten Ausläufer der Eisberge von Jökulsarlon, die bereits ausführlich bei Colorfulcities beschrieben wurden.

Eisberge auf der Strecke

Eisberge auf der Strecke

Die Gletscher (Bild unten) und Eisberge (oben) sind die Anreise durch die Einöde wert. Auf dem Weg dorthin ist jedoch leider kaum etwas zu sehen.

Gletscher

Gletscher

Nach dem Stopp an den Eisbergen stellt sich für viele, die nicht auf einem Rundkurs um Island sind, die Frage: Zurück nach Reykjavik oder noch eine Station weiter nach Höfn? Die Frage ist leicht zu beantworten. In Höfn gibt es außer einer kleinen Siedlung mit Hafen wenig zu sehen. Allerdings ändert sich die Landschaft wieder. Es wird grüner als auf dem Straßenabschnitt zu den Eisbergen.

Ruinen und Pferde

Ruinen und Pferde

Es muss Menschen hier geben, schließlich stehen Pferde auf der Koppel. Viele Häuser ähneln aber dem oben auf dem Foto. Sie sind verlassene Ruinen. Die bis dahin festen Brücken weichen Behelfsbauwerken, die im Winter auch dem Schnee standhalten. Wer die Insel umrundet, muss für die Strecke, abgesehen von den Eisbergen, nicht viele Stopps einplanen. Zwischen Vik und Höfen gibts nämlich nichts zu sehen.

Wer keinen Mietwagen hat, kann auch eine Tagestour mit dem Bus buchen.

Text/Fotos/Nachbearbeitung (c) Michael Westerhoff

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

16 − 7 =