Cusco – der Nabel der Welt

„Cusco“ heißt aus der Inkasprache übersetzt „Nabel der Welt“. Hier befand sich die Hauptstadt ihres Reiches, heute ist die Stadt der Nabel des Peru-Tourismus.

Von Cusco starten die Touren nach Machu Picchu, der Hauptattraktion für Peru-Reisende. Hier trifft sich eine bunte Mischung aus Touristen aus aller Welt, die entweder mit dem Zug oder mit Rucksack über den Inkatrail die Heiligtümer besichtigen wollen.

Blick auf Cusco

Blick auf Cusco

Entsprechend überlaufen ist die auch dank des Tourismus auf 500.000 Menschen angewachsene Stadt in den Anden. An vielen Stellen finden sich noch Spuren der Inka. Es wären mehr, hätten die Spanier bei ihrer Ankunft nicht so viel es geht, platt gemacht und tonnenweise Gold gestohlen.

Die Inkafestung Sacsayhuaman bei Cusco

Die Inkafestung Sacsayhuaman bei Cusco

Ironischerweise waren es ausgerechnet die Reste der Inka-Stätten, die alle Erdbeben überstanden, während die Gebäude der Spanier regelmäßig zusammen krachten. Die Inka hatten eine bestimmte Bautechnik entwickelt, beispielsweise die trapezförmige Anodnung von Steinen, die allen Beben standhielten.

Das Franziskaner-Kloster in Cusco wurde auf den Ruinen einer Kultstätte der Inkas gebaut

Das Franziskaner-Kloster in Cusco wurde auf den Ruinen einer Kultstätte der Inkas gebaut

Bei einem Beben in den 1950er-Jahren stürzte ein Teil des Franziskaner-Kloster ein. Zum Vorschein kam darunter der alte Inka-Palast, indessen Vorgarten einst hunderte lebensgroße Figuren aus purem Gold standen. Bis die Spanier nach der Eroberung im 16. Jahrhundert alles einschmolzen.

Die Kathedrale in Cusco

Die Kathedrale in Cusco

An verschiedenen Ausgrabungsstätten in Cusco kann die Baukunst der Inka noch bewundert werden. Bis heute ist unklar wie sie mit primitivsten Mitteln riesige Steinblöcke stapelten. Ein schönes Beispiel dafür ist die Festung Sacsayhuaman in Cusco (siehe Bild ganz oben).

In dieser Kirche in Cusco hängt das Bild, auf dem Jesus ein Meerschweinchen verspeist

Die Kathedrale in Cusco

Natürlich haben auch die Spanier prächtige Bauten hinterlassen. Beispielsweise die Kathedrale, in der riesige Altäre aus Gold und Silber zu bewundern sind. Gefertigt aus Edelmetall, das einst den Inka gehörte.

Text/Fotos/Nachbearbeitung (c) Michael Westerhoff

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