Von van Gogh bis Renoir – das Museum Folkwang in Essen

Folkwang Museum von außen

Folkwang Museum von außen

Das Museum Folkwang gehört zu den bekanntesten Kunstsammlungen im Ruhrgebiet. Es umfasst rund 600 Gemälde und 300 Skulpturen. Werke von van Gogh bis Chagall.

Was die wenigsten wissen: Das Folkwang-Museum hat seine Ursprünge in Hagen in Westfalen. Bis 1921 residierte die Sammlung dort. Bis die Stadtväter auf die glorreiche Idee kamen, alle Kunstwerke nach Essen zu verkaufen.

 

Kunst im Museum Folkwang

Kunst im Museum Folkwang

Bereits diese erste Sammlung bestand aus Werken bekannter moderner Künstler. Der Hagener Karl-Ernst Osthaus hatte unter anderem Werke von Cézanne, Matisse und Renoir gesammelt. Die Hagener konnten damit nach dem Tod Osthaus‘ 1921 nichts mehr anfangen und verscherbelten alles nach Essen, das das Angebot dankend annahm.

Es dauerte jedoch bis 1929 bis die Sammlung für moderne Kunst in einem eigenen Gebäude gezeigt werden konnte. Allerdings nicht lange, denn für die Nazis handelte es sich bei vielen Werken um „entartete Kunst“. Ein Kandinsky wurde beispielsweise verkauft, andere Werke in Ausstellungen über entartete Kunst gezeigt.

Zwar beschloss die Stadt Essen 1947 den Wiederaufbau des Museum, allerdings fehlten viele Werke, die während der Nazi-Zeit verkauft worden waren. Einen erheblichen Anteil daran, dass das Museum zu neuem Glanz aufsteigen konnte, hat die „Alfried zu Bohlen und Halbach – Stiftung“ des Essener Krupp-Imperiums, die sowohl das alte Folkwang-Museum, spätere Erweiterungen als auch den 2010 eröffneten Neubau finanzierte.

Innenhof im Museum Folkwang

Innenhof im Museum Folkwang

Heute zeigt das Museum neben Gemälden von Renoir, Matisse, Nolde, Kirchner und van Gogh auch wechselnde Sonderausstellungen. Der Fokus liegt dabei weiter auf modernen Kunst. Das Folkwang-Museum will sich in Zukunft breiteren Bevölkerungsschichten öffnen und kassiert deshalb ab März 2015 samstags keinen Eintritt mehr.

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Text/Fotos/Nachbearbeitung © Michael Westerhoff

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