Blumen statt Stahl: Die Henrichshütte in Hattingen

Blumenwiese vor Henrichshütte

Blumenwiese vor Henrichshütte

Die 1854 gegründete Henrichhütte gehört zu den ältesten Stahlwerken im Ruhrgebiet. Einst gossen hier tausende Arbeiter Stahl und stellten Druckbehälter für Atomkraftwerke her. Heute erinnert daran nur noch das Museum auf dem Gelände, ein Großteil der Werksanlagen wurde abgerissen.

Leise ging es nie auf der Hütte zu, so endete ihre Geschichte 1987 auch lautstark. Arbeiter besetzten das Gelände, protestierten monatelang gegen die Stilllegung, konnten die Schließung der Henrichshütte nach rund 130 Jahren aber nicht verhindern. Die letzten 660 Stahlarbeiter verloren 1990 ihren Job.

Das Gelände gammelte erst vor sich hin, teilweise wurden einzelnen Anlagen wie 1994 die Kühltürme gesprengt. Seither hat die Natur eine Chance, sich wieder zu erholen. Und diese Chance hat sie erfolgreich genutzt.

Industriemuseum Hattingen Henrichshütte

Industriemuseum Hattingen Henrichshütte

Heute erinnert das LWL Industriemuseum auf dem Gelände an die lange Stahlgeschichte. Der Hochofen und die erhaltenen Teile des Werksgeländes können besichtigt werden. Highlight ist die Schaugießerei, der den Stahl auf 1600 Grad erhitzt. Die Gastronomie im ehemaligen Stahlwerk, in der auch Kulturveranstaltungen stattfinden, ist ein beliebter Ort für Hochzeiten.

Text/Fotos/Nachbearbeitung (c) Michael Westerhoff

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