Der Weg der UNO nach New York City

Welt-Skulptur am Eingang zum UNO-Gelände

Welt-Skulptur am Eingang zum UNO-Gelände

Schön ist etwas anderes. Das 39-stöckige UNO-Hochhaus (siehe Foto unten) und die anderen Gebäude wurden zwar von einem Team entworfen, dem auch Star-Architekt Oscar Niemeyer angehörte. Nein, bedeutend ist das UNO-Areal, zumal es offiziell gar nicht zum Staatsgebiet der USA gehört, aber schön wirklich nicht.

Ursprünglich wurden auf dem Gelände am East River (unterhalb der Queensboro-Bridge) Kühe und Schweine geschlachtet. John D. Roosevelt kaufte das Areal und schenkte es der nach dem Zweiten Weltkrieg neu gegründeten UNO, die für mehr Frieden und Sicherheit auf der Welt sorgen sollte. So verlegten die Vereinten Nationen ihren Sitz von London nach Manhattan.

UNO-Hochhaus

UNO-Hochhaus

Auf der UNO-Vollversammlung 1946 hatten sich die 51 Mitgliedsländer zwar auf die USA als Standort der Organisation verständigt, unklar war jedoch, welche Stadt es sein sollte. Neben New York waren auch Boston, Philadelphia und San Francisco zur Wahl. Die Wahl fiel auf New York. Damit begann die nicht ganz einfache Suche nach einem Grundstück. Zuerst tagten die Mitgliedsstaaten in Flushing Meadows in Queens auf dem Gelände der Weltausstellung, auf dem heute die US Open im Tennis ausgetragen werden. Sie waren damit aber so unzufrieden, dass sie eine Verlegung nach Philadelphia in Erwägung zogen.

An der Stelle kommen die Rockefellers ins Spiel. Sie wollen die Weltorganisation unbedingt in ihrer Stadt halten und schenken ihr deshalb das Grundstück am East River. Beim Bau des Hochhauses orientierte sich das Architektenteam an Entwürfen von Mies van der Rohe aus den 1920er-Jahren. Im Gebäudekomplex im Osten Manhattans sind neben den Büros der 161 Mitgliedsstaaten auch der Saal der UNO-Generalvollversammlung und das Kinderhilfswerk UNICEF untergebracht.

Fahnen vor dem UNO-Gebäude

Fahnen vor dem UNO-Gebäude

Neben dem Hochhaus fallen Besuchern auch zwei Kunstwerke auf: Die verknotete Pistole, die die Bemühungen der UNO um Frieden in der Welt symbolisieren soll, und der große goldene Globus (siehe Foto oben). Das Gelände ist von einer kleinen Parkanlage umgeben, in der die 4.000 Mitarbeiter bei schönem Wetter gern ihre Mittagspause verbringen.

Text/Fotos/Nachbearbeitung (c) Michael Westerhoff

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