Vasco da Gama – die längste Brücke Europas

Die Brücke Vasco da Gama

Sie ist die längste Brücke Europas: Die zur Weltausstellung 1998 eingeweihte Brücke „Vasco da Gama“ in Lissabon.

Staus am Morgen, Staus am Abend – wer morgens nach Lissabon rein wollte, stand im langen Stau, abends wiederholte sich das Ganze in umgekehrter Fahrtrichtung. Eine einzige Brücke verband bis 1998 Lissabon mit der anderen Seite des Flusses Tejo, die Brücke 25. April. Zu wenig für immer mehr Verkehr.

Eine zweite Brücke sollte für Entlastung sorgen. Nur: Der Tejo hat hier im Mündungsbereich eine Breite von zehn Kilometern. Es musste also ein Mega-Bauwerk her. Und noch vor einem zweiten Problem standen die Ingenieure: Lissabon ist Erdbebengebiet, ein großes Beben 1755 legte die ganze Stadt in Schutt und Asche. Erdbebensicher musste die Brücke also auch sein.

Die Brücke und Lissabon im Colorfulcities-Video

So begann 1995 der Bau der Vasco-da-Gama-Brücke. Bis heute mit einer Gesamtlänge von 17 Kilometern die längste Europas. Die Schrägseilbrücke wurde so konstruiert, dass sie auch ein Erdbeben übersteht, das viermal so stark ist wie das von 1755.

Die Eröffnung erfolgte im Rahmen der Expo 1998, die am Ufer des Tejo ganz in der Nähe der Brücke stattfand. 500 Jahre zuvor 1498 hatte Vasco da Gama den Seeweg nach Indien entdeckt, deshalb wurde die Brücke nach dem großen Seefahrer und Entdecker benannt.

Blick vom Expo-Gelände auf die Brücke Vasco da Gama

Die Brücke Vasco da Gama ist ein beeindruckendes Bauwerk. Am besten zu bewundern vom Expo-Gelände (Metro-Haltestelle Oriente, rote Metro-Linie). Die Fahrt über die Brücke dauert eine gute Viertelstunde. Wie auch bei der Brücke 25. April wird nur bei der Fahrt von Süden nach Lissabon rein eine Maut fällig. Die Fahrt von Norden in den Süden, zum Beispiel zur Algarve, kostet nichts.

Text/Video/Fotos (c) Michael Westerhoff

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