Die Schönheit der Natur ist das Top-Highlight auf den Åland-Inseln, die man gut zu Fuß oder mit dem Rad erobern kann. Es gibt auf der Inselgruppe aber auch Festungen, Burgen und schöne Fischerdörfer.
Das vorweg: Die Åland-Inseln haben schöne Wanderwege und von Jahr zu Jahr mehr Radwege. Ihr kommt also zu vielen Sehenswürdigkeiten auch auf Wanderungen oder mit dem Rad. Zu einigen hier aufgelisteten Highlights kommt ihr ohnehin nur zu Fuß oder mit dem Rad. Ich habe das nicht ausdrücklich erwähnt, dass Wandern und Radfahren zwei Dinge sind, für die die Inselgruppe ideal ist.

1. Kastelholm und das Freilichtmuseum besuchen
Am Schloss Kastelholm (siehe Bild ganz oben) könnt ihr gleich fünf Sehenswürdigkeiten an einem Platz besichtigen. Zum Ersten natürlich das mittelalterliche Schloss, das ihr auch von innen besichtigen könnt. Neben der mittelalterliche Burg könnt ihr auch noch ein Freilichtmuseum, in dem ihr bäuerliches Leben des 19. Jahrhunderts kennenlernen könnt, anschauen. Außerdem befindet sich am Schloss ein altes Gefängnis mit historischen Zellen, eine Gin-Destillerie und einen großen Shop auf der gegenüber liegenden Straßenseite, in dem ihr zahlreiche Produkte „made in Aland“ kaufen könnt.
2. Reste der russischen Festung in Bomarsund suchen
Die russische Festung Bomarsund (siehe Bild ganz oben) ist eins der beeindruckendsten Bauwerke auf den Åland-InselnSie wurde ab 1832 vom Russischen Zarenreich als Teil einer großen Befestigungsanlage für bis zu 5.000 Soldaten errichtet. Heute sind von Bomarsund nur noch rote Ziegelruinen erhalten. Neben den Ruinen informiert ein Museum mit Filmen, Bildern und Objekten anschaulich über die Geschichte der Festung und die Zeit der russischen Besatzung.

3. Auf die Pommern und ins Seefahrtsmuseum gehen
Der 93 Meter lange Vier-Master Pommern ist schwer beeindruckend. Um das Schiff haben die Aländer einen Steg gebaut, sodass ihr kostenlos ums Boot rumgehen könnt. Es lohnt sich aber auch eine Eintrittskarte für die Pommern und das Schifffahrtsmuseum zu kaufen. Auf dem schiff könnt ihr erleben wie die Seeleute damals bei der Überfahrt nach Australien an Bord gelebt haben. Im Museum gibt es viele schöne Einblicke in die Seefahrt. U.a. sind Kabinen und die Offiziersmesse eines Segelschiffs nachgebaut.

4. Im Fischerdorf einen Kaffee trinken
Idyllischer kann man seinen Kaffee oder sein Bier nicht trinken wie in Käringsund. Das Dorf besteht aus zahlreichen kleinen Hütten, die im Wasser stehen. Es gib einige Cafés und Pubs direkt am Wasser. Daneben gibt es hier aber auch noch einiges anderes zu sehen. Zum Beispiel den Viltspark mit Hirschen, Lamas und Co. Ihr könnt euch wie bei einer Safari in Afrika mit einem Aussichtswagen durchs Gelände kutschieren lassen. Im Ort gibt es zudem ein Fischerei- und Angelmuseum, einen Gästehafen für Segler, ein Urlaubsort und einen Campingplatz. Das Dorf liegt in der Nähe des Hafens von Eckerö und des Post- und Zoll-Hauses (siehe Tipp 10).

5. Der Pilgerroute folgen
Der Pilgerweg St. Olavs Seeweg von Turku nach Trondheim führt über die Åland-Inseln. Daran erinnern die kleine Seefahrerkapelle Lemböte, die dem heiligen Olav geweiht ist. Erbaut um 1500. In dem keinen Steingebäude stehen hölzernen Kirchenbänke. Hier haben im Mittelalter Seeleute Gottesdienst gefeiert. Neben an gibt es auch noch einen kleinen Hafen für Pilger-Boote zu sehen.

6. Schiffe gucken
Die Ålandinseln haben mehrere Häfen, in denen große Fähren festmachen. Im Westhafen in Mariehamn, in Eckerö und in Långnäs. Es fahren also reichlich Schiffe rund um die Inseln. Alle auf ähnlichen Routen von Schweden über Åland nach Finnland. An einem Ort kommt ihr den fahrenden Schiffen besonders nah. Am „Herröskatan Bird Watching Tower“, der 30 Kilometer von Mariehamn entfernt ist. Ein Aussichtsturm, von dem ihr eben nicht nur Vögel, sondern auch dicke Pötte (siehe Foto oben) beobachten könnt. Ein toller Ort weit weg von der Zivilisation. Die letzten Meter müsst ihr zu Fuß durch die Wildnis. Ihr werdet aber mit Ruhe, kaum Touristen und einem guten Ausblick belohnt.

7. Auf einen Aussichtsturm klettern
Der Aländer hat einen gewissen Hang zum Aussichtsturm. An verschiedenen Stellen stehen welche. Auf dem Bild seht ihr den Turm an der Sålis-Batterie, einer alten russischen Verteidigungsanlage aus dem Ersten Weltkrieg. Super ist auch der im Berget-Café. Da kommt ihr auf dem Weg nach Kastelhom ohnehin vorbei. Ihr müsst nichts essen oder trinken. Einfach durchs Café marschieren und rauf auf den Turm. Ihr habt dort einen super Blick auf die Bucht. Schön ist auch der Turm auf dem Getaberg. Dort könnt ihr toll aufs Meer schauen. Einfach ab Geta das „Soltuna Café“ oder den „Getaberg Nature Trail“ ansteuern.

8. Uralte Kirchen bewundern
Die Kirche St. Michael in Finström gilt als best erhaltene Kirche aus dem Mittelalter in Finnland. Beeindruckend sind die Wandgemälde, die teilweise noch im Originalzustand sind. In den vergangenen 600 Jahren sind sie nur leicht verblasst. es gibt einige ältere Kirchen, St. Michael ist aber die beeindruckendste.
9. Ins Parlament gehen
Die Åland-Inseln haben zwar nur etwa 30.000 Einwohner, sie verfügen aber über ein eigenes Parlament. Die Inselgruppe ist weitgehend autonom vom Mutterstaat Finnland. Die Åländer haben beispielsweise eigene Autokennzeichen, eigene Fernsehsender, eine Polizei und Briefmarken. Nur die Außenpolitik und die Steuern regeln die Finnen. Mehr über den autonomen Staat erfahrt ihr bei einem Rundgang durchs Parlament. In der Regel findet der freitags statt. Termine sind am Eingang angeschlagen.

10. Das völlig überdimensionierte Posthaus schauen
Das imposante Post- und Zollhaus in Eckerö wirkt beeindruckend. Viel zu groß für die kleinen Inselgruppe. Genau das war die Absicht der Russen, die das Haus errichtet haben. Es war der westlichste Außenposten des Zarenreiches. Das Haus sollte die Macht der Russen zeigen. Heute befindet sich dort ein kleines Museum und eine Ausstellung, in der einheimische Künstler ihre Werke präsentieren.