Die USA waren bisher eines der beliebtesten Urlaubsländer in der Welt. Doch seit Donald Trump die Einreise verschärfen will, bricht die Zahl der Reisenden ein. Der USA-Urlaub ist dadurch preiswerter als früher.
Seit Donald Trump angekündigt hat, dass Social-Media-Accounts in Zukunft bei der Einreise in die USA gescheckt werden könnten, machen viele Deutsche einen Bogen um die USA. Die Zahl der Buchungen ist je nach Veranstalter zwischen 10 und 15 Prozent eingebrochen.

Schon 2025 seien die Zahl der Buchungen zurückgegangen, sagt Philipp Detmers, Direktor für Nordamerika-Reise bei DERTOUR und Meiers Weltreisen: „Aktuell sind die Buchungseingänge für den Sommer auch deutlich unter denen des Vorjahres . Hauptgrund dafür sind die anhaltende Berichterstattung zu Einreisemodalitäten in die USA“. Trotz der Einbrüche sei die Nachfrage aber groß. Letztes Jahr seien 1,7 Millionen Menschen in die USA gereist. „500 Maschinen fliegen jede Woche nonstop von Deutschland in die USA“.
Angst vor Kontrollen bei der Einreise
Detmers betont genauso Tilo Krause-Dünow vom Reiseveranstalter Canusa, dass noch keine strengeren Einreisevorschriften gelten würden. „De facto (gab es) keine negativen Rückmeldungen oder gar Zurückweisungen von Gästen“, sagt der Verantwortliche von DERTOUR. Zu den Diskussionen um Social-Media-Accounts, die im ESTA-Einreiseformular angegeben werden sollen, ergänzt Krause-Dünow: „Wenn es die Frage gibt , ob es zum Beispiel im Bereich der Angabe über Social Media Kontakt bei ESTA Veränderungen gibt , können wir nur sagen, dass auch bis jetzt schon ESTA-Abfragen zu Social-Media Kontakten in dem Formular vorhanden gewesen sind.“

Wegen der Verunsicherungen geben Reiseveranstalter inzwischen Garantien bei CANUSA gibt es beispielsweise Geld zurück, wenn man nicht einreisen konnte. „Sollte also ein Kunde im sehr unwahrscheinlichen Fall vom Immigration Office zurückgewiesen werden, wird dieser Kunde , der bei Canusa gebucht hat, seinen kompletten Reisepreis erstattet bekommen“, sagt Krause-Dünow: „Das ist eine Garantie , die wir jetzt eingeführt haben , um zu demonstrieren , dass wir ganz sicher sind , dass auf dem Gebiet nichts passiert“.
Garantien der Reiseveranstalter für die Einreise
Detmers von DERTOUR verweist darauf, dass Pauschalreisen ohnehin abgesichert sind. „Eine Pauschalreise entsteht dabei zum Beispiel schon mit der Kombination eines Fluges und eines Hotels oder einer Rundreise.“ Detmers weiter: „Falls unerwartet Probleme , zum Beispiel bei einer Einreise entstehen , ist der Reiseveranstalter verpflichtet , im Rahmen seiner Fürsorgepflicht zu helfen . Und bei uns unterstützt benötigt ein erfahrenes und professionelles Krisenmanagement unsere Gäste“
Billige Flüge und Hotels in den USA
Die Verunsicherungen haben teilweise zu einem Preissturz bei USA-Reisen geführt. Weil auch Kanadier die Vereinigten Staaten meiden, bleiben viele Touristen aus dem Ausland weg. Das führt genauso wie der niedrigen Dollar zu Preisen, die niedriger als in den vergangenen Jahren sind.
Bei den Flügen lassen sich gerade gute Schnäppchen machen: „Dort sieht man schon, dass die Preise tief in den Keller gegangen sind“, sagt Jürgen Zupancic, Chefredakteur des Magazins Clever Reisen: „Es gibt teilweise Flüge nach New York und Miami für 400 bis 450 Euro“. Dass viele nicht in die USA fliegen wollen, führt auch dazu, dass ihr selbst in Metropolen wie New York preiswerte Zimmer bekommen könnt.
Und wer nicht in die USA fliegen will? Der weicht nach Kanada aus. Das Land erlebt schon seit der ersten Präsidentschaft von Trump einen Boom. Mehr über den Kanada – Boom hier.