Die bunten Fischerhäuser gehören zu den größten Attraktionen in Keelung. Die Stadt ist der Kreuzfahrthafen von Taipeh.
Sie wollen sicherlich zu den bunten Häusern“, spricht mich ein Mitarbeiter des Keelung-Tourismusbüros an als ich etwas orientierungslos vor dem Busbahnhof stehen: „Kommen Sie mit, ich zeige Ihnen mit welchem Bus Sie fahren müssen“. So geht Service. Eigentlich wollte ich wo ganz anders hin. Aber bitte. Wenn er mir die Fischerhäuser schon empfiehlt…

20 Minuten geht es mit der 101 mitten durchs echte Leben in Taiwan. Der Bus rüttelt und springt über die Straßen. Wenn Ihr einen Sitzplatz bekommt, nehmt besser einen. LKW fahren in Industriegebiete. Immer wieder steigen Taiwanesen ein und aus, die hier wohnen. Schon die Fahrt ist ein Erlebnis, weil ihr viel vom normalen leben seht.
Noch authentisch: Die bunten Fischerhäuser
Die bunten Häuser sehr ihr schon vom Bus aus. Es sind halt Häuser von Fischern, die bunt angestrichen sind und – sind ja Fischerhäuser – am Hafen liegen. Der Tourismus entwickelt sich hier noch. Es gibt kleine Cafés, aber es ist noch keine Touri-Meile mit Souvenir-Läden. Hier arbeiten wirklich noch Fischer, kleine chinesische Läden für Einheimische und Autowerkstätten säumen den Weg.
Nun gut. Spektakulär sind die Häuser nicht. Aber halt bunt. Für ein, zwei Fotos auf jeden Fall gut. Wenn ihr ohnehin in Keelung seid, nehmt die Häuser mit. Ihr könnt den Ausflug gut mit dem Peace Island und dem Heping Geopark verbinden. Der liegt nur ein paar Bus-Stationen weiter. Dort seid ihr plötzlich raus aus dem zumindest im Hochsommer etwas muffig riechenden Keelung. Im park erwartet euch viel Natur, Strand, Wasser und Felsen. Sehr erholsam.
Zu den Häusern kommt ihr mit dem Bus. Der fährt an der Bus-Station gegenüber vom Hauptbahnhof ab. Da gelangt ihr auch vom Kreuzfahrtschiff in wenigen Minuten hin. Der Bus (Linie 101 ist am besten, 103 und 104 gehen auch) braucht etwa 20 Minuten. Ihr könnt Zhengbin Road Intervention oder Heping Bridge aussteigen. Theoretisch ginge es von der Innenstadt auch in 45 Minuten zu Fuß. Der Weg ist aber wegen Autobahnen und LKW nicht empfehlenswert.