Das Schwarzhäupterhaus in Riga

Das Schwarzhäupterhaus (rechts)

Es ist DIE Sehenswürdigkeit in Riga: Das Schwarzhäupterhaus am Rathausplatz. Auch ein Besuch im Haus lohnt sich.

Hier trafen sich die meist deutschstämmigen Kaufleute der Hanse. 1334 errichteten sie das prächtige Gebäude am Rathausplatz. Der Name leitet sich von der Gilde der Schwarzhäupter ab, die das Gebäude später übernahmen. Bei den Mitgliedern handelte sich um in Riga ansässige meist deutschstämmige und ledige Kaufleute, die hier prunkvolle Feste feierten.

Ritterrüstung im Keller

Wie prunkvoll die waren, lässt sich im Festsaal gut vorstellen. Ein Ballsaal mit Spiegeln und riesigen Gemälden, ein Konferenzsaal, ein Speisesaal. Einer schöner als der andere.. Kein Wunder, dass inzwischen die lettische Regierung die Säle für Staatsempfänge nutzt. Queen Elisabeth war hier schon genauso wie Angela Merkel.

Deckenbemalung im Festsaal

Die Säle können genauso wie das gesamte Haus von innen besichtigt werden. Das lohnt tatsächlich. In den Kellergewölben finden sich alte Waffen, ein kleiner Einblick in die Geschichte, aber auch Weinfässer oder eine Ritterrüstung. In den oberen Etagen sehen Sie die prächtigen Säle, alte Stühle oder ein Sofa aus dem Mittelalter. OK. Nachgebaut, aber das Interieur vermittelt einen tollen Einblick in die Hansezeit und in den Reichtum der damaligen Kaufleute.

Großer Saal im Schwarzhäupterhaus

Wie fast alle Gebäude in der Innenstadt von Riga wurde auch das Schwarzhäupterhaus im Krieg zerstört. 1995 entschieden sich die Letten zum Wiederaufbau, zuerst durften die Archäologen das Areal durchkämmen. Einige Fundstücke sind im Kellergeschoss zu bewundern. Der Aufbau dauerte dann noch bis 1999. Die Letten folgten damit einer alten Inschrift, die früher über dem Eingang hing: „Sollte ich einmal fallen nieder, so erbauet mich doch wieder“

Das Schwarzhäupterhaus und Riga im Colorfulcities-Video

Text/Fotos/Video (c) Michael Westerhoff

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