22. April 2021

Radtouren am Datteln-Hamm-Kanal

Ob alte Bahntrasse oder an den Kanälen. Überall im Ruhrgebiet entstehen neue Radwege. Die am Kanal sind besonders attraktiv für Freizeitradler: Hier geht es nicht bergauf und bergab und zudem gibt es links und rechts viel zu sehen.

Der Radweg am Datteln-Hamm-Kanal ist 47 Kilometer lang. So lang wie der Kanal. Die Tour führt vom Hafen in Hamm über Lünen und Waltrop bis zum Dortmund-Ems-Kanal in Datteln. Oder eben umgekehrt rum. Es geht vorbei an Kraftwerken, an den Hammer Schleusen, der Marina Rünthe und der ehemaligen Zeche Haus Aden in Bergkämmen (sehenswert: Die Halde Große Holz neben der Zeche) weiter nach Lünen durch drei weitere Häfen und Waltrop, auch ein hier ist ein früherer Zechenstandort in der Nähe bis nach Datteln.

Der Hamm-Datteln-Kanal ist eher etwas für Naturfreunde. An anderen Radwegen gibt es kaum Sehenswürdigkeiten. Wer es noch ein Stückchen weiter schafft, biegt am sehenswerten Schiffshebewerk Henrichenburg Richtung Dortmund ab. Dann geht es weiter bis zum Hafen in der nördlichen Dortmunder Innenstadt. Die Strecke inklusive Dortmund-Ems-Kanal ist allerdings zusammen 67 Kilometer lang.

„Flach wie Holland“ urteilen Radwege-Führer über die Strecke. Der Höhenunterschied zwischen Hamm und Datteln beträgt gerade einmal 6,5 Meter. Schiffe überwinden die Höhe mit Schleusen. Neben der Marina Rünthe in Bergkamen liegt auch das Colani-Ei, ein futuristisch umgebauter alter Zechenturm, ganz in der Nähe des Kanals und lohnt, um einen kleinen Abstecher zu machen. 

Eine weitere spannende Radtour lässt sich auch am Rhein-Herne-Kanal unternehmen. Die Highlights dieser Tour von Gelsenkirchen nach Herne finden Sie in einem Artikel. Rhein-Herne-Kanal zwischen Gelsenkirchen und Herne. Die gesamte Strecke ist im Artikel „100 Jahre Rhein-Herne-Kanal“ beschrieben. Zudem finden Sie bei Colorfulcities auch eine Beschreibung der Tour vom Schiffshebewerk Henrichenburg nach Dortmund entlang des Dortmund-Ems-Kanals.

In unmittelbarer Nähe befindet sich auch Europas größtes Recyclingwerk, das Lippewerk in Lünen. Hier ist der Entsorger Remondis zuhause, mit dem ich in meiner Podcast-Reihe über den Grünen Punkt, Recycling als Klimaschutz und Energiegewinnung aus Müll gesprochen habe. Nachzuhören im Podcast unten:

Text/Fotos (c) Michael Westerhoff

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