17. September 2021

Hafnarfjördur – Wikinger, Elfen und Hanseaten

Hafnarfjördur ist die schöne Variante von Reykjavik. Das Städtchen lockt mit einem romantischen Hafen, wunderbare Holzhäusern, einem Wikinger-Fest und dem Glauben an Sagen und Elfen.

Das Fischer-Städtchen mit seinen 25.000 Einwohnern ist nämlich auf einem ganz besonderen Lavahügel gebaut. Einem, der von Elfen bewohnt sein soll. Das glauben zumindest diejenigen, die auch an Elfen glauben. Es gibt sogar einen Stadtplan, indem die Wohnungen von Elfen, Trollen und Zwergen verzeichnet sind.

Island
Hotel Viking neben dem Wikingerdorf

Wesentlich handfester geht es alljährlich Mitte Juni zu. Beim Wikingerfestival, das seit 1995 zur Sommersonnenwend-Feier durchgeführt wird. Hier treffen sich verkleidete Wikinger, messen sich mit dem Schwert und beim Met-Trinken. Die Wikinger sind zwar eigentlich an anderen Stellen in Island gelandet, aber was soll’s? In Hafnarfjördur steht ein nachgebautes Wikinger-Dorf mit dem angegliederten Hotel Viking (siehe Foto oben).

Überliefert ist dagegen, dass der Ort der Hanse angehörte, also der Verbindung der europäischen Handelsstädte im Mittelalter. Deutsche, englische, dänische und holländische Kaufleute trieben hier Handel. Bis ins 19. Jahrhundert war die Stadt das Handelszentrum der Insel.

Hafen von Hafnarfjördur
Denkmal für die erste lutherische Kirche im Hafen von Hafnarfjördur

Es finden sich zahlreiche deutsche Spuren in der Stadt. Zum einen wegen der deutschen Kaufleute, zum anderen aber auch, weil sie hier 1533 die erste lutherische Kirche errichteten, die jedoch rund 70 Jahre danach wieder abgerissen wurde. An die Kirche erinnert heute jedoch ein Denkmal am Hafen, das vom damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau enthüllt wurde. 

Hafen von Hafnarfjördur
Hafen von Hafnarfjördur

Hafnarfjördur wird von vielen Touristen links liegen gelassen, weil es in vielen Reiseführern nur mit ein paar Zeilen erwähnt wird. Einen Kurzbesuch und einen kleinen Bummel am Hafen und durch die Holzhäuser mit Läden von Kunsthandwerkern ist es auf jeden Fall wert, zumal es auf dem Weg zur Blauen Lagune liegt, das für viele Island-Urlauber ohnehin zum Pflichtprogramm gehört.


Tipps für Rundreisen durch Island

In Island sollte man die Entfernungen nicht unterschätzen. Von Reykjavik ans andere Ende der Insel sind es fast 700 Kilometer. Es ist also sinnvoll, sich mehrere Quartiere auf der Insel zu buchen. Einige Veranstalter wie DerTour und Berge & Meer bieten Mietwagen-Rundreisen inklusive Übernachtung im Hotel und Flug, Rundreisen mit Bus und bei Berge und Meer gibt es auch Camping-Touren (einfach Links anklicken). Häufig sind die billiger als wenn man selber bucht. Eine weitere Alternative ist es, sich die ganze Fahrerei zu ersparen. Island ist schließlich eine Insel, da kann man auch gut mit dem Schiff drumrum fahren. Hurtigruten bietet verschiedene Seereisen in unterschiedlicher Länge.

Text/Fotos (c) Michael Westerhoff

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