Game of Thrones in Andalusien

Der alte Königspalast Real Alcazar in Sevilla
Der alte Königspalast Real Alcazar in Sevilla

Die fünfte Staffel der US-Serie Game of Thrones wurde in Teilen in Andalusien gedreht. In Osuna, Sevilla und Cordoba. Andalusien verspricht sich davon einen Schub bei den Besucherzahlen.

Andalusien will es Nordirland und Kroatien nachmachen. Dort sprangen nach der Ausstrahlung der Serie die Besucherzahlen um ein Drittel nach oben. Sevilla könnte der Gewinner der fünften Staffel sein, denn viele Szenen spielen im alten Königspalast Real Alcazar.

Die Festungsanlage wurde um 900 von den Mauren gebaut und später von spanischen Königen erweitert. Neben dem Palast beeindrucken auch die riesigen Gärten (siehe Foto) unten, die auch in der Serie eine Rolle spielen. Sevilla konnte die Produzenten der Serie nicht nur mit der spektakulären Kulisse locken: Für die Filmarbeiten wurden die sonst üblichen Gebühren erlassen.

Die Gärten am Real Alcazar
Die Gärten am Real Alcazar

Trotzdem ein gutes Geschäft für die von der Wirtschaftskrise gebeutelte Region. In Dubrovnik in Kroatien schnellten die Touristenzahlen nach Ausstrahlung der Serie um 25% nach oben, in Nordirland sogar um über 30%. Schon heute besuchen rund zwei Millionen Menschen jährlich Sevilla. Der Bürgermeister erhofft sich jetzt einen weiteren Anstieg. Und bis zu 1.000 neue Arbeitsplätze im Tourismus.

Teile der Serie spielen zudem in Osuna, eine kleine Gemeinde mit nicht einmal 20.000 Einwohnern. Auf halbem Weg zwischen Sevilla und Malaga gelegen. Hier wurden u.a. in der Stierkampfarena Szenen gedreht. Dritter Spielort ist Cordoba. Einige Szenen spielen auf der alten römischen Brücke (siehe Bild unten).

Historische Brücke in Cordoba
Historische Brücke in Cordoba

Die Produktion griff bei den Dreharbeiten auch immer wieder auf Statisten aus Andalusien zurück. Insgesamt 500 sollen zum Einsatz gekommen sein. 85.000 Menschen hatten sich über Facebook für die Rollen beworben. Die fünfte Staffel läuft erst bei Sky, später bei RTL 2.

Text/Fotos (c) Michael Westerhoff

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