29. August 2025

Hanno’s – Craft-Bier aus Herne

Hannos IPA-Bier

Hanno Dähne produziert seit mehr als zwanzig Jahren sein eigenes Bier „Hanno’s“. Aus seinem Hobby ist für den Herner mittlerweile ein Beruf geworden.

Alles fing mit einem Buch von Jean Pütz an. In den 70er- und 80er-Jahren Moderator der WDR-Sendung Hobbythek. Hanno Dähne war davon so fasziniert, dass er eine Entscheidung traf: „Ich braue jetzt mein eignes Bier. „Anfangs war ich nur Hobbybrauer im eigenen Keller“ erzählt Dähne: „Ich hab das immer weiterentwickelt. Ich bin ja Ingenieur“.

Aus dem Keller ist Dähne inzwischen wieder ausgezogen: „Das nach oben schleppen, wurde irgendwann zu viel“, erzählt er: “ konnte . Also im Keller . „Ich hatte ja keinen Fahrstuhl. Was ich gebraut habe, musste ich nach oben schleppen , das ganze Leergut wieder runter“. Mittlerweile ist seine Kleinst-Brauerei in ein Nebengebäude gezogen. Ebenerdig.

Hanno Dähne in seiner Mini-Brauerei

Dähne braut beliebte Sorten wie Pils oder Export, weil die gefragt sind: „Aber ich bin eher stolz auf meine besonderen Sorten wie ein IPA oder Stout . Das sind besondere Bier-Spezialitäten, die besonderen Charakter haben und extrem schmecken , sage ich mal . Polarisieren natürlich auch. Der eine, sagt das ist ja kein Bier. Und der andere der feiert es ab“. Mittlerweile hat Hanno Dähne reichlich Stammkunden, die sich über die ungewöhnlichen Sorten freuen. Seine Biere verkauft Dähne über den eigenen Biershop.

Früher zahlreiche Brauereien in Herne

Früher gab es in Herne wie in den meisten Ruhrgebietsstädten zahlreiche eigene Brauereien. Das Bürgerliche Brauhaus braute bereits ab etwa 1890 Exportbier, in den 1970ern war das Eickel Pils populär. Diese Brauereien sind nach und nach geschlossen oder verkauft worden. Reich wird auch Dähne mit seinem Bier nicht. Es falle ein bisschen was ab, sagt er. Der Brauer lebt von Wohnungen, die er vermietet. Das Brauen ist inzwischen mit „30 bis 40 Stunden in der Woche“ seine Hauptbeschäftigung.

Hanno’s gibt es hauptsächlich in Herne. In Flaschen und Fässern. Mit zunehmendem Erfolg. „Es spricht sich immer weiter rum , dadurch wird es mehr“ Zehn bis zwanzig Prozent wächst seine Brauerei im Jahr . Hauptsächlich wegen junger Kunden: „Es ist schon schwer, den älteren Biertrinker zu überzeugen . Den kriegt man nicht vom Warsteiner weg . Es sind also eher die jungen Leute , die schon mal gerne was anderes probieren“.


Das Geschäft mit der Heimat

Audio-Feature, das ich zum Thema Bier zusammen mit der Kollegin Corina Wegler aus dem Sauerland produziert habe. Der Beitrag ist im Original bei „WDR 5 Neugier genügt“ gelaufen

Teile des Interviews habe ich zuerst für ein Feature bei WDR 5 Neugier genügt benutzt

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