Der Lemströms-Kanal ist eine kleine Wasserstraße auf den Åland-Inseln. Hier kann man eine drehende Brücke und Schiffe beobachten.
Manchmal sind es die kleinen Dinge, die Freude machen. Als Mensch, der im Binnenland aufgewachsen ist, hab ich immer großen Spaß an Brücken, die aufklappen oder sich drehen. Und wenn dann noch nette Schiffe durchfahren, umso besser.
Drehbrücke öffnet einmal pro Stunde
Diesen Spaß könnt ihr an der Drehbrücke des 350 Meter langen Lemströms-Kanals. Die Brücke öffnet bei Bedarf einmal pro Stunde. Leider nicht zu einer festen Uhrzeit. Wenn ihr ein Schiff seht, könnt ihr warten. Entlang des Kanals stehen Bänke und ein Eis gibt es auch an einem Büdchen.
Die Brücke gibt es seit 1983, den Kanal schon hundert Jahre länger. Den haben die Russen 1882 befestigt. Es gab schon eine kleine Wasserstraße, aber die Russen haben sie zu einem gemauerten Kanal ausgebaut. Die Åland-Inseln waren damals von Russland besetzt. Der Kanal sollte den Handel mit dem russischen Reich beschleunigen. Er wurde von finnischen Gefangenen gebaut.
In der Nähe: St.Olavs-Pilgerweg
Der Kanal liegt etwa acht Kilometer von Mariehamn entfernt an der Straße Nr. 3. Die Brücke ist auch ganz nett als kleiner Radausflug. Ihr fahrt eine halbe Stunde. Links und rechts der Hauptstraße gibt es Radwege.
Ihr könnt die Besuch mit zwei anderen Sehenswürdigkeiten verbinden. Zur kleinen Lemböte-Kapelle am St.Olavs-Pilgerweg sind es nur fünf Kilometer. Noch ein Stück weiter ist der Herröskatan Bird Watching Tower, von dem ihr toll große Schiffe beobachten könnt. Am Ende der Straße 3 befindet sich zudem der Långnäs-Hafen, in dem die Finnlines-Schiffe halten.