27. Juni 2026

Tamsui – Hafenstadt im Norden von Taipeh

Das Fort Santo Domingo

Ein altes Fort, die Altstadt und die Nähe zum Meer sind die Highlights von Tamsui. Hier gibt es was zu sehen, was es in ganz Taipeh nicht gibt.

Ich staune nicht schlecht. Menschen drängeln sich auf dem Bahnsteig von Tamsui. Die U-Bahn-Station wirkt wie Tokio in der Rushhour. Es ist richtig trubelig in Tamsui. Hier scheinen sich alle zu treffen: Einheimische Touristen, Amerikaner, Franzosen und Deutsche wie ich.

Die Old Street in Tamsui

Nirgendwo anders in Taiwan werdet ihr so viele Touristen auf einen Schlag treffen wie hier. Durch die „Old Street“ schieben sich die Massen wie samstags bei uns in der Fußgängerzone. Dabei gibt es eigentlich nur Souvenirläden und Essens-Büdchen zu sehen. Warum hier so viele Menschen sind, hab ich bis zur Abfahrt nicht verstanden.

Fort der rothaarigen Barbaren

Wirklich sehenswert ist dagegen das Fort Santo Domingo, das nur ein paar Schritte entfernt liegt. Das hatte seit dem Baun 1629 reichlich Besitzer. Zuerst nutzten die Spanier das Gelände. Als die Niederländer sie von Formosa (Taiwan) vertrieben hatten, übernahmen sie das Fort. Es folgten noch Briten, die das Fort aber zeitweise von Australiern und den USAS verwalten ließen. Zwischendurch im Zweiten Weltkrieg hatten auch mal die Japaner die Finger im Spiel.

So hat der britische Konsul im alten Fort gelebt

Im Volksmund heißt der Komplex „Fort der rothaarigen Barbaren“. Der Name spielt auf die Niederländer an, die die Insel offenbar brutal unterjocht haben. Und sich so von den Einheimischen die Bezeichnung „rothaarige Barbaren“ erwarben.

Promenade mit Cafés und Restaurants

Heute gehört das Fort Taiwan. Die Taiwanesen ließen es renovieren, sodass ihr heute die alten Räume des britischen Konsuls, als Kanonen, Ställe und das schöne Gebäude bewundern könnt. Das Fort ist das Highlight von Tamsui. Nett ist auch die Promenade am Tamsui-Fluss mit Restaurants und Cafés.

Solche Boote bringen euch zum Fisherman’s Wharf

Ihr könnt hier auch ins Boot steigen und zum Fisherman’s Wharf düsen. Das ist das Hafen- und Strandviertel von Tamsui. Boote fahren alle paar Minuten und brauchen auch nur wenige Minuten bis ihr am Meer seid. Das ist die schönste, aber auch die schnellste Tour. Es geht auch mit Bus und Straßenbahn. Die Fahrt von Taipeh mit Metro und Straßenbahn habe ich hier näher beschrieben.

Mit dem Boot in den Hafen und an den Strand

Im Hafen Bereich gibt es einige Hotels, eine große Landungsbrücke und einen tollen Sandstrand. Der Badeort ist ein wenig runtergerollt bzw. überdimensioniert. Taiwan hat ihn als großen Touristenort geplant. Nur gab es offenbar zu wenige Menschen, die ein Urlaub in Tamsui machen wollten.

Der Yachthafen am Fisherman’s Wharf

Euch soll es egal sein. Die 20 – 30-minütige Bootsfahrt zum Meer ist toll. Und der Ort ist auch sehr nett, weil er im Gegensatz zur Tamsui Old Street nicht so überlaufen ist. Alle Highlights in diesem Artikel.

Anfahrt mit der Metro

Zur Old Street kommt ihr mit der roten Tamsui-Xinyi-Metro-Linie. Ausstieg Tamsui Station. Von dort könnt ihr nicht verfehlen. Die Fahrt dauert von der Main Station etwa 45 Minuten. Mit dem Auto dauert es ähnlich lang. Wie beschrieben, ist der Ort auf Touristen-Anstürme eingestellt. Alles ist super ausgeschildert. Einfach Pfeilen zur Promenade, Old Street oder zum Fort folgen.


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