Der berühmteste Bewohner des Bamberger Doms ist eine mysteriöse Figur: Der Bamberger Reiter.
Viele sind in den Dom gekommen, um ihm zu sehen: Den Bamberger Reiter. Dafür muss man aber erstmal mit offenen Augen durch das Gotteshaus gehen, denn er ist erstaunlich klein. An einer Wand in der Mitte der Kirche steht die Sandsteinfigur.
Früher bunt, heute blass
Früher war er nicht so blass. Das Pferd war weiß, der Mantel rot, Augen und Haare schwarz. Wie viele alte Statuen war auch diese bunt angemalt. Entstanden ist der Reiter um 1230, wahrscheinlich wurde er von französischen Bildhauern gebaut. Mittlerweile gibt es ihn sogar als Playmobil-Figur.

Doch wer ist er? Diese Frage gibt bis heute Rätsel auf. Jesus? Ein Kaiser? Einer der Drei Heiligen Könige? Die wahrscheinlichste Theorie: König Stephan von Ungarn. Er soll der Legende nach mit dem Pferd in den Bamberger Dom geritten sein und sich danach zum Christentum bekannt haben.
Wer war der Bamberger Reiter?
Der Reiter ist natürlich nicht das einzig Sehenswerte im Bamberger Dom. Hier liegt beispielsweise Papst Clemens II. begraben, der 1047 auf einer Reise in Italien verstorben war. Möglicherweise wurde er vergiftet, auch wenn das trotz Untersuchung der Knochen nicht bewiesen werden konnte. Das Grab ist das einzig erhaltenen Papstgrab nördlich der Alpen.

Der Dom selber wurde 1002 zum ersten mal gebaut. Nachdem ein Brand den ersten so genannten Heinrichsdom zerstört hatte, erfolgte 1237 ein Neubau. Damals war auch der Dom – ähnlich wie der Reiter – bunt. Die Farbe verschwand erst ab 1611 als der Dom die heutige Gestalt annahmen.
Eintritt frei
Im Gegensatz zum Kölner Dom kostet das Bamberger Gotteshaus noch keinen Eintritt. Zu Messen ist er für Besichtigungen geschlossen. Wer sich näher für den Dom interessiert, kann auch das Diozesanmuseum besuchen, das direkt neben dem Dom ist. Dort gibt es den Domschatz und alte kaiserliche Bekleidung aus dem Mittelalter zu sehen.